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Immobilien – wird wohnen zu teuer?

Grunderwerb wird immer teurer: Monopolyspielfeld mit 2 Häuschen, davon eines auf der Schlossallee, daneben das Spielfeld "Zusatzsteuer"

Immobilien – wird wohnen zu teuer?

Goldgräberstimmung auf dem Immobilienmarkt. Die Preise steigen weiter stark an. Das gaben gestern (17.2.) die amtlichen Gutachterausschüsse und das Bundesbauinstitut bekannt. Wird Wohnen zu teuer? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Besonders in den großen Städten steigen die Preise für gebrauchte Eigenheime und Eigentumswohnungen. In den zwölf größten Städten von NRW ging ihr Preis seit 2014 um durchschnittlich 32,5 Prozent nach oben.

Für alle, die ein Haus besitzen, ist das eine gute Nachricht, für alle die noch kein Eigentum besitzen, aber kaufen wollen, wird es teuer. Das trifft besonders auf junge Familien zu, die sich eine Wohnung in den großen Städten oft kaum oder nur noch schwer leisten können. Und auch im näheren Umland ist nichts mehr günstig zu haben.

Aber auch für Mieter und Mieterinnen ist das keine gute Nachricht, denn wenn die  Preise für Wohnungen und Häuser in den Städten weiter steigen, gehen auch die Mietpreise nach oben und eine Trendumkehr ist nicht zu erwarten. Im Bundestag wird heute über die Mietpreisbremse debattiert, die Bundesregierung will sie mit einem Gesetz schärfen, während die Grünen eine "Robuste Mietpreisbremse" einführen wollen und sie als dauerhaftes Instrument in das Mietrecht integrieren wollen.

Was meinen Sie? Soll die Mietpreisbremse verlängert und auch verschärft werden? Brauchen wir eine Regulation des Marktes? Wie kann mehr und günstiger gebaut werden, um den Druck aus dem Wohnungsmarkt zu nehmen? Können Sie sich ein Eigenheim noch leisten und wie wichtig ist günstiger Wohnungsraum für Sie? Wen sehen Sie da in der Pflicht? 

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Ulrich Ueckerseifer, WDR-Wirtschaftsredakteur

Redaktion: Dirk Müller und Regina Tanne

Immobilien – wird wohnen zu teuer?

WDR 5 Tagesgespräch 18.12.2019 45:12 Min. Verfügbar bis 17.12.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

101 Kommentare

  • 101 3000Euro Steuerfrei 18.12.2019, 13:59 Uhr

    man müsste 3000 Euro Abgabenfrei erarbeiten dürfen dann wären die Mieten kein Thema leider ist die Zwangsabgabenquote bei 3000Euro schon bei über 50%. Das ist das Kernübel in Deutschland man kriegt viel zu viel weggenommen. Wäre das anders würden sich viele eigenen Wohnraum schaffen können

  • 100 1.400 EUR BGE für Alle 18.12.2019, 13:59 Uhr

    Wenn die Groko-Regierung so weiter macht mit ihrer Unpolitik des zunehmenden Wohnungsmangels und steigender Immobilienpreise durch Massenmigration, dann wird der gestern vor dem Landgericht Oldenburg zu lebenslänglichem Knast verurteilte Obdachlose kein Einzelfall mehr bleiben, der einen Fahrradfahrer vorsätzlich mit seinem Auto angefahren hat, um in all seiner bisherigen Lebensperspektivlosigkeit dadurch endlich im Knast Obdach, Nahrung und medizinische Versorgung zu bekommen. Und anders als die Richterin dazu meinte, ist vor allem die auch in diesem Fall vorausgegangene jahrelange staatliche Hilfeverweigerung gegenüber solchen Menschen in Not eine menschenverachtende Straftat, die Menschen wie diesen Obdachlosen zu solchen Verzweiflungstaten treibt. Auch deshalb ist es höchste Zeit für ein BGE für Alle, das auch all die Probleme behebt, wozu Groko-Mietpreisbremse & Co. nicht taugen.

  • 99 Vanessa Berger 18.12.2019, 13:56 Uhr

    Es entbehrt nicht der Naivität, wenn Chris Kühn, wohnungspolitischer Sprecher der Grünen im Bundestag, gegenüber der dpa verkündet, dass sozialer und bezahlbarer MietwohnungsbauTop-Priorität haben müsse. Dann fordert er, dass Merkel dies zur „Chefsache“ machen solle. Als ob die Bundeskanzlerin sich für sozial Schwache interessieren würde.

  • 98 Wiso wird 18.12.2019, 13:56 Uhr

    wohnen IST viel zu teuer, und zwar durch die vielen Nebenkosten die meißt von Staatswegen erhoben werden. Arbeitnehmer in Deutschland zahlen fast alles doppelt manchmal sogar dreifah. Beispiel MWST auf Mineralölsteur plus CO2 Abgabe (die es schon gibt) also Steuer auf Steuern plus Zusatzsteuer.... Das Problem ist in erster Linie die Geldgier und die Unfähigkeit der Politischen Raffgeier. Man schaue sich die Entwicklung der Staatseinnahmen an dann weiß man wo die Knete bleibt. Wir brauchen eine Kulturänderung des Wohlfahrtsstaates zu gunsten der Arbeitenden Bevölkerung sprich RUNTER MIT DEN ZWANGSABGABEN!

  • 97 Vanessa Berger 18.12.2019, 13:55 Uhr

    2006 ging die Zuständigkeit für den sozialen Wohnungsbau auf die Länder über. Dafür erhalten die vom Bund stolze 1,5 Milliarden Euro an Fördergelder. Solche Subvention soll auch künftig beibehalten, aber laut ARD-Bericht „nur noch zweckgebunden ausgezahlt“ werden. Was auch immer das genau heißen mag… Mit dieser Politik zeigen CDU und SPD einmal mehr ihre völlige Gleichgültigkeit gegenüber der zunehmenden Gruppe an Geringverdienern und Armen in diesem Land. Neben dem Hartz-Terror droht ihnen jetzt noch der Wegfall von Wohnraum.

  • 96 Anonym 18.12.2019, 13:55 Uhr

    Richtig: Die Zahl der Sozialwohnungen in Deutschland ist im Jahr 2017 so richtig schön abgestürzt. Genau geagt, gab es 2018 nur noch 1,2 Millionen, also ganze 46.000 Wohnungen weniger für Geringverdiener als 2017. 2006 waren es übrigens noch 2,1 Millionen, 2002 sogar 2,5 Millionen! Fazit: Die Zahl hat sich innerhalb der letzten 16 Jahre also mehr als halbiert! Diese Daten gab die Bundesregierung auf Anfrage der Grünen heraus.

  • 95 Vanessa Berger 18.12.2019, 13:53 Uhr

    Die Mieten steigen, die Anzahl an Sozialwohnungen sinkt. Dadurch wird Wohnungraum im Billiglohn- und Hartz IV-Land für viele Bürger kaum mehr erschwinglich. Ein deutliches Signal der Verachtung, das die Regierung gegenüber den Armen gibt.Was tun, wenn die Mieten ungebremst steigen? Eine Politik, die es gut meint, würde für finanziell Schwache mehr Sozialwohnungen bereit stellen. Wohnungen also, deren Miete bezuschusst und deshalb auch für Ärmere bezahlbar bleiben. Aber was geschieht tatsächlich?

  • 94 Nadja A. Mayer 18.12.2019, 13:50 Uhr

    Verantwortlich für die hohen Mieten sind in erster Linie die Grundstückspreise. In den vergangenen 60 Jahren sind diese um 1.600 Prozent gestiegen. In München um unvorstellbare 34.000 Prozent.

  • 93 Nadja A. Mayer 18.12.2019, 13:50 Uhr

    Die Politik muss das Problem so schnell wie möglich in den Griff bekommen, wenn uns nicht die komplette gesellschaftliche Infrastruktur um die Ohren fliegen soll. Jetzt schon finden Krankenhäuser nicht mehr genug Pflegepersonal, weil die Gehälter für die Mieten zu niedrig sind. Im Frühjahr schlug etwa in München das Haunersche Kinderspital Alarm, dass krebskranke Kinder abgewiesen werden müssten.Reaktion vonWDR-Mann Uecker Seifer ? Er lacht !

  • 92 kleinesRädchen 18.12.2019, 13:49 Uhr

    Herumwurschtelei, die gesamte Wohnungspolitik. Die Grundstücksverhökerei wurde ja von den Städten SELBER betrieben. Jetzt merkt man, dass sich da Raffgier breitmacht, ohne Rücksicht auf die Allgemeinheit und schon gar nicht auf den einfachen Bürger! und man weiß nicht, was man dagegen machen soll! Hirnverbrannte Politik! ....Wird wohnen zu teuer?? NEIN: Wohnen I S T zu teuer!Strukturwandel mit VERSTAND und VERNUNFT! Planungen mit Berücksichtigung der TATsächlichen Bedürfnisse: Weg von dem pendlerintensiven Zentralisierungswahn. Infrastruktur an vielen neuen Orten möglichst ohne Autoverkehr. Das GIBT es schon, da braucht man das Rad nicht neu zu erfinden! Aber z.B. hier im hochverschuldeten Essen ist es ja so wie mit einem klammen Hausbesitzer, wennde keen Geld has, bisse schön still un nimms watt et jibt.... verkloppen den Grund und Boden und wundern sich, wenn andere den Reibach machen!

  • 91 Nadja A. Mayer 18.12.2019, 13:48 Uhr

    In Berlin liegt der Mietspiegel für kleine Wohnungen inzwischen bei 15 Euro pro Quadratmeter Vier Zimmer, 111 Quadratmeter, 2.750 Euro Miete – kalt. Das ist kein Witz, sondern bittere Realität in München. elbst Berlin, das einmal mit dem Slogan "arm, aber sexy" warb, können sich nur noch Besserverdiener leisten. Wohnen ist zur drängendsten sozialen Frage unserer Zeit geworden. Nicht nur für Arbeitslose, Rentner und Alleinerziehende – auch für die Mittelschicht-Familien ist Wohnen unbezahlbar geworden. Oft liegt das, was nach Abzug der Mietkosten übrig bleibt, unter Hartz-IV-Niveau. Bei einer Vollzeitbeschäftigung lag 2017 das Durchschnittsgehalt in Bayern bei 3.147 Euro laut dem Entgeltatlas der Arbeitsagentur. In den sozialen Berufen liegt das Durchschnittseinkommen ein gutes Stück darunter.