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Müssen wir die Autoindustrie retten?

Fertigungsstraße in der Autoindustrie

Müssen wir die Autoindustrie retten?

Die Corona-Pandemie hat die ohnehin kriselnde Automobilindustrie hart getroffen. Der einstige Motor der deutschen Wirtschaft gerät ins Stocken. Braucht die Branche mehr staatliche Hilfen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Die Automobilindustrie wird als "Wachstumslokomotive für den Standort Deutschland zunächst ausfallen". Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW). Die Nachfrage nach Autos war in der Coronakrise dramatisch eingebrochen.

Die Pandemie beschleunigt dabei die Probleme einer Branche, die wegen des technologischen Wandels stark unter Druck steht. Der deutschen Autoindustrie wird vorgeworfen, nicht frühzeitig auf alternative Antriebe umgestiegen zu sein. Das gefährdet zahlreiche Arbeitsplätze – besonders bei Zuliefererbetrieben, von denen es in NRW viele gibt.

Heute Abend trifft sich Bundeskanzlerin Merkel mit Vertretern der Länder und der Autoindustrie per Videokonferenz, um die Zukunft der Branche zu diskutieren. Schon im Vorfeld wurden Forderungen nach zusätzlichen staatlichen Hilfen für die schwächelnde Branche laut. Bayerns Ministerpräsident Söder fordert unter anderem Kaufanreize für klassische Verbrennermotoren. Das bestehende Konjunkturpaket bietet bisher nur Kaufprämien für E-Autos. Zudem will er die Autoindustrie mit weiteren zehn Milliarden Euro für Batteriezellforschung und -produktion in Deutschland unterstützen.

Machen Sie sich Sorgen um die Zukunft der Autoindustrie? Welche Unterstützung braucht die Branche jetzt? Wie hoch darf der Preis für die Umwelt sein? Betrifft die Lage der Autoindustrie uns alle? Oder sollten wir von der Branche als Zugpferd der deutschen Wirtschaft Abstand nehmen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Thomas Puls, Institut der Deutschen Wirtschaft

Redaktion: Dirk Müller und Jessica Eisermann

Müssen wir die Autoindustrie retten?

WDR 5 Tagesgespräch 08.09.2020 44:41 Min. Verfügbar bis 08.09.2021 WDR 5


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Kommentare zum Thema

122 Kommentare

  • 122 Ferdinand H. 08.09.2020, 13:59 Uhr

    Wie wir alle wissen, herrscht es bei uns in Deutschland eine beispiellose und ekelhafte Autogeilheit. Obwohl 9 von 10 Autos überflüssig sind. Stolz war der Schröder, als er als Autokanzler apostrophiert wurde. Merkel wehrt sich gar nicht, wenn sie von Medien als Autokanzlerin bezeichnet wird. Die Oligarchen der Autokonzerne geben gegenüber der Politik den Ton an. Ein Ministerpräsident lässt seine Rede im Voraus bei den Autooligarchen überprüfen. Auf unseren Autobahnen herrscht Anarchie und Chaos. Die Medien und die gelben Betrüger von ADAC suggerieren uns pausenlos die „freie Fahrt für freie Bürger“. Man soll auf städtische Straßen schauen, wie brutal dort zugeht und was die Raser mit Ihren Benzin- bzw. Dieselschrottwagen, die als SUV apostrophiert werden an Schaden für Leben Gesundheit der Bürger anrichten. Angesichts dieser grenzenlosen Barbarei wundert man sich nicht, wenn Menschen zu Schaden kommen und Opfer von Abgas werden. Das System

  • 121 Heute wurde wieder ... 08.09.2020, 13:59 Uhr

    . . . mal über den großen, angeblich ökologischen notwendigen "UMBAU" diskutiert, ohne grundvoraussetzungen zu berücksichtigen, - während man weiter die Bäume und den Wald vor der tür vertrocknen lässt, stt zu bewässern ! -- gerdSr

  • 120 THINK BIG ! 08.09.2020, 13:59 Uhr

    Durch den Groko-Wachstumsirrsinn völlig am Markt und am finanzierbaren Bedarf vorbei existieren mittlerweile dreimal so viele Autos, zumeist bei den Herstellern auf Halde und bei Gebrauchtwagen-Händlern dahin rostend gelagert, in Deutschland, als Führerscheinbesitzer vorhanden sind. Daher sollte der Staat jedem Führerscheinbesitzer ein Auto aus diesem bereits existenten Bestand ermöglichen, bei Geringverdienern subventioniert, und sollte die Neuwagen-Produktion verbieten. Die Auto-Konzerne sollten stattdessen auf die Cuba-Methode der Auto-Werterhaltung, -pflege und -nachrüstung für den Erdressourcen-, Umwelt- und Klimaschutz umstellen. Dieser Weg in die richtige Richtung würde gleichzeitig auch das Landfluchtproblem und den Pflegenotstand beheben, der viele Pflegefälle durch nicht bedarfsgerechte Mobilität und dadurch erhebliche, krank machende Lebenserschwernis bei vielen Menschen verusacht.

  • 119 Bruno 08.09.2020, 13:55 Uhr

    Ob die Bürokraten aus Brüssel nun den Irrsinn ihrer bisherigen Politik bemerken.” - Nein, werden sie nicht.

  • 118 Anonym 08.09.2020, 13:55 Uhr

    Wir können gerne die Automobilindustrie retten - Voraussetzung wäre allerdings, dass die betreffenden Firmen nicht mehr über Steueroasen gehen. Thema erledigt - neues Thema bitte.

  • 117 P und S 08.09.2020, 13:55 Uhr

    Nicht zu vergessen ,die Autowerkstätten ,neben den Zulieferer ! Was wir brauchen sparsamme ,günstige Autos ,die sich fast jeder leisten kann China wird sie bauen .

  • 116 Winterwind 08.09.2020, 13:54 Uhr

    Man kann natürlich fragen, ob man unbedingt dieses Auto mit dem ganzen elektronischen Klimbim darin bauen muss, wenn ein Handy wollte würde ich nicht das ganze Blech dazu kaufen wollen, aber irgendwas müssen wir ja schließlich herstellen und verkaufen. Sonst geht es abwärts. Und Autos konnten wir. Jedenfalls bisher.

  • 115 Bruno 08.09.2020, 13:52 Uhr

    Ich sehe da nur eine sinnvolle, allerdings nur zweitbeste Lösung. Einen guten gebrauchten Oldtimer kaufen. Die beste Lösung wäre den unnützen und gigantischen Haufen in Brüssel in die Altersarmut schicken. Wann hört dieser EU Unsinn endlich auf?

  • 114 5. energie-technophysik- 08.09.2020, 13:52 Uhr

    . . . alische Grundfragestellung : Sollte allerding weiterhin ignorant auf die von mir seit langem angemahnten energie-technophysikalischen Berechnungen "verzichtet" werden oder von den Fabrikations-Ingenieuren und politischen Förderern ignoriert -- so wie bisher die allermeisten öffentl.-rechtlichen "Wissenschafts"-, Öko- nnd "KLIMA"-Propagandisten- dann -- m u s s damit gerechnet werden, daß wesentliche energie-technologischen Entscheidungen kontaproduktiv & ökoschädlich sind. Und daß auf falschem Grund folgend nicht nur die Wirtschaft öko-dirigistisch/ quasi-totalitär zugrunde gesteuert, sondern auch daß unter GRÜN/linkEN Fahnen beschleunigt die Umwelt "CO2-einsparend" zerstört wird. ( s. daz, auch mit historischen gesamtenergetischen Krisen-Beispielen, erneut Jeremy Rifkit in "ENTROPIE - eine neue Weltsicht"). - D. h. auch jetzt schon, daß xx-milliarden-teuere "Klima"projekte, wie die "Energetische Gebäude-Fassadensanierung", umweltschädlich energie-& geldverschwenderisch

  • 113 P und S 08.09.2020, 13:49 Uhr

    Ich weiß jetzt nicht genau ,wer vor Jahren von Dunkeldeutschland ( Die neuen Bundesländer ,ex DDR ) sprach ,wenn unsere Politiker so weiter machen ,wird es bald über all dunkel werden ,wenn alles abgeschaltet wird nebst Nordstream 2 ! Dann brauchen wir uns keinen Kopf mehr über die Autoindustrie nebst anderen Wirtschaftszweigen machen .

    Antworten (1)
    • Arnold 08.09.2020, 13:58 Uhr

      Der -oder die- Letzte macht das Licht aus!? Wer wird's wohl sein? Gute N8. ;)

  • 112 Bruno 08.09.2020, 13:48 Uhr

    Noch ein Hinweis an alle die von alten Autos täumen : Die Umweltzonen werden zukünftig alle alten Autos ausschließen. Sprit werden wir wie zu Zeiten von Berta Benz in der Apotheke kaufen müssen. Steine werden verblendete Ökoaktivisten auf die wiederlichen Stinker schmeißen. So einfach ist das. Wir werden es alle erleben. Autos ohne Elektronik sind keine Rettung vor dem Wahnsinn.