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Grundrente - Was ist gerecht?

Der Schriftzug Grundrente

Grundrente - Was ist gerecht?

"Zielgenau" soll sie sein und denen zugutekommen, die sie wirklich brauchen. Soweit ist sich die Koalition noch einig, aber über die Umsetzung der Grundrente wird seit Monaten heftig gestritten. Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Obwohl sie 35 Jahre oder länger gearbeitet und brav in die Rentenkasse einbezahlt haben, haben viele Menschen im Alter nicht mehr Geld zum Leben, also solche, die nicht oder viel weniger gearbeitet haben. Besonders häufig trifft das auf Menschen in den neuen Bundesländern und auf Frauen zu. Damit diese Ungerechtigkeit beseitigt wird, hatte die große Koalition versprochen, die Grundrente einzuführen – und streitet sich seitdem. Heftig. Es geht im Kern um die Frage: Wer soll alles die Grundrente bekommen und was muss oder soll vorher geprüft werden?

Eigentum, ein reicher Gatte, der einen mitversorgt - während die CDU bisher auf eine Bedürftigkeitsprüfung pocht, wollen weite Teile der SPD diese unbedingt verhindern. Zu bürokratisch, aber auch zu entwürdigend und schließlich, so auch ein Argument, gebe es nicht wirklich viele "Zahnarztgattinnen"die von dieser Grundrente ungerechtfertigt profitieren würden.

An diesem Wochenende wollen Union und SPD sich endlich abschließend über die Grundrente verständigen. Kompromisse, so heißt es, sollen geschlossen werden. Aber welche? Was ist gerecht?

Haben Sie noch ein paar Tipps für die Politiker*innen? Wie sollen sie die Grundrente verteilen? Wer darf sie bekommen und soll jeder offen legen müssen, was er oder sie an Vermögen hat? Oder halten Sie die Grundrente gar für ungerecht, plädieren Sie eher für höhere Mindestlöhne, damit niemand im Alter arm sein muss?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Frank-Christian Starke, WDR Wirtschaftsredakteur

Redaktion: Dirk Müller und Jessica Eisermann

Grundrente - Was ist gerecht?

WDR 5 Tagesgespräch 08.11.2019 47:10 Min. Verfügbar bis 07.11.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

133 Kommentare

  • 133 JoLa 08.11.2019, 13:58 Uhr

    Die geplante Grundrente halte ich für richtig, aber nur, wenn eine Bedürftigkeitsprüfung, die ja explizit im Groko- Vertrag steht, der potentiellen Bezieher erfolgt. Wenn eine SPD glaubt, sie würde nur ohne diese Prüfung gerecht agieren, irrt sie sich wieder einmal. Die Mehrheit der Bevölkerung hat ein gutes Gespür für das Thema. Nach dem leider oft praktizierten Gießkannenprinzi , dass die SPD gerne mit unseren Steuergeldern macht, werden zu viele falsche Bedürftige unterstützt. Es kann nicht fair sein, wenn Personen mit einem reichen Ehemann oder Partner, mit hohem Geld- oder Immobilienvermögen oder einer üppigen Lebensversicherung ,noch die sog. Grundrente erhalten. Zudem verprellt der Grenzwert von 35 Jahren Rentenbeitragszahlung die Vielzahl von Menschen, die aus verschiedensten Gründen etwas kürzer eingezahlt haben. Das hat mit Fairness nichts zu tun.Ich hoffe, dass die CDU hart bleibt , auch wenn Frau Merkel schon wieder Zugeständnisse macht, zum eigenen Machterhalt! Dummheit.

  • 132 Manfred Pahlow 08.11.2019, 13:58 Uhr

    Nach der Sozial- und Rentenreform ist vor der nächsten Reform ? Das alles zeigt nicht nur die Zukunfts-, Visions- und Konzeptlosigkeit der Groko-Regierung samt ihrer geplanten Grundrente, sondern auch deren mentalen, noch von Ideologie und Religion geprägten Stand aus dem vorigen Jahrhundert. Da wir jedoch mittlerweile im 21. Jhd. leben und die Verfassung nicht länger nur eine hohle Phrase bleiben soll, die bisher nur von Bürgern mit dem nötigen "Kleingeld" dafür genutzt werden kann, sollte zu all dem ein grundsätzlicher Wandel vollzogen werden. Mehr dazu u.a. in den Gästebuch-Kommentaren Nr. 5, 9, 12, 20, 31, 33, 36, 55, 62, 68, 78, 91, 104, 110, 119, 128 und 129.

  • 131 Karina 08.11.2019, 13:53 Uhr

    ich finde den Kompromissvorschlag, dass zwar via Finanzamt die Einkommen überprüft werden aber keine eigentliche, beschämende Bedürftigkeitsprüfung statt findet, (die in erster Linie die Zahl der Leistungsempfänger verringern soll !) am gerechtesten. Höhere Löhne für alle abhängig beschäftigten und eine bessere Rentenformel für alle müssten hinzukommen. Wie kann es sein, dass im Nachbarland Österreich die Renten im Durchschnitt um 800 € höher sind, als im reichen Deutschland ? Dort muss niemand "Grundrente" beantragen

  • 130 Breslein hat Recht 08.11.2019, 13:48 Uhr

    Wieder einmal hat nur Breslein in seinem Kommentar Nr 17 den Nagel auf den Kopf getroffen... Eine ECHTE Grundrente hT keine Bedürfnisprüfung. Keine Mindest Laufzeit an Beitragsjahren und sollte JEDEM gewährt werden der eine Rente bezieht. Und zwar egal wie hoch diese jeweilige Rente ist. DAS ist eine ECHTE Grundrente...

  • 129 von b 08.11.2019, 13:44 Uhr

    Digitalisierung und zunehmende Automatisierung macht ein Grundeinkommen notwendig. Dann werden Kräfte frei um zum wesentlichen zu kommen. Wo jeder einen Beitrag leisten kann z. B. Die Natur heilen und retten, Wälder aufforsten, Gärten in die Städte bringen. Blumenwiesen und Obstbaumwiesen wieder heilen. Das säubern der Natur vom Müll und so weiter.

  • 128 THINK BIG & BGE ! 08.11.2019, 13:42 Uhr

    Grundrenten-Diskussionen lösen kein Problem, sondern sind Groko-Scheuklappen- und Tunnelblick-Politik. Und somit wird weder das Problem des in der Wachstumsbegrenztheit nun endgültig kollabierenden Sozial- und Rentenwesens damit gelöst, noch die Altersarmut für immer mehr Bürger. Und Altersarmut kommt nicht nur den davon Betroffenen teuer zu stehen, sondern die gesamte Gesellschaft muß dafür Milliarden Euro-schwer aufkommen. So u.a. auch für immer mehr Pflegefälle, die aufgrund von hohem Arbeitskörperverschleiß und armutsbedingter sonstiger ungesunder Lebensweise und Ernährung verursacht werden. Und schon all die vielen Milliarden Euros, die durch ein BGE für Alle in vielen Bereichen und Branchen einsparbar wären, würden wiederum mit zur BGE-Finanzierung beitragen. Bessere Lebensqualität, Toleranz, Umwelt- und Kimaschutz und vieles mehr sollte uns daher ein BGE für Alle wert sein.

  • 127 Reimund Glock 08.11.2019, 13:37 Uhr

    Lieber WDR 5 Hörer, Folgendes stand 1980 wirklich zum Thema Rente in einem Magazin: ,, (...)Wenn überdies die Deutschen, vor allem die alten Deutschen, nicht so schnell sterben, wie von Bonn geplant, müssen in den 80er und 90er Jahren viele Milliarden Mark mehr für Renten gezahlt werden, als bislang veranschlagt. Falls die Zahl der tatsächlich Gestorbenen in Zukunft um genausoviel von der Schätzung (Absterbeordnung) abweicht wie in den vier vergangenen Jahren, in denen durchschnittlich 6,9 Prozent weniger das Zeitliche segneten als vorhergesagt, dann kostet das die Rentenversicherung bis 1993 über 20 Milliarden Mark zusätzlich."

  • 126 Schöne Sendung 08.11.2019, 13:35 Uhr

    Das Zusammenspiel von Moderatorin und Gast in inhaltlicher Gesprächsform war sehr angenehm. Neben Informationen wurde auch Ungeklärtes aufgezeigt.

  • 125 Helmut S. 08.11.2019, 13:31 Uhr

    Meine entscheidende Frage: Weshalb wird bei der Mütterrente keine Bedürftigkeitsprüfung durchgeführt (auch die berühmte Zahnarztgatten wird hier aus den Rentenkassen der gesetzlich Versicherten gefördert ) , bei der Grundrente diese Bedürftigkeitsprüfung von der CDU aber unbedingt gefordert. Der größte Betrug der Arbeitnehmer ist aber der erneuten Forderung von Sozialversicherungsbeiträgen bei der Rentenauszahlung von Direktversicherungen zu finden, die vom Arbeiterverräter Schröder im Zusammenwirken mit der Heuchel-CDU/CSU durchgesetzt wurde.

  • 124 Volker Wittmann 08.11.2019, 13:26 Uhr

    Die VdK-Präsidentin fordert darum: „Es muss noch mehr Geld aus Steuermitteln in den Sozialhaushalt. Eine Kernforderung des VdK ist eine Wende in der Rentenpolitik durch eine Rente für alle. Dann würden auch mehr Steuereinnahmen zur Finanzierung gerechter Renten zur Verfügung stehen.“ So ist es bereits in den meisten Ländern Europas wie etwa in der Schweiz, wo alle ausnahmslos in die Rentenkasse einzahlen.

  • 123 Volker Wittmann 08.11.2019, 13:26 Uhr

    Derzeit bilden Sozialleistungen mit 149 Milliarden Euro den größten Posten im Gesamtetat. Doch die eindrucksvolle Zahl täuscht Wohltaten nur vor. Nach Angaben des Göttinger Renten-Fachmanns Otto Teufel greift die Bundesregierung alljährlich für versicherungsfremde Zwecke tief in die Rentenkasse wie zum Beispiel für Entschädigungen einstigen SED- oder NSDAP-Unrechts. Das sei nur deshalb wenig bekannt, weil die die Höhe dieser Ausgaben nur selten ruchbar würden. Zum letzten Mal veröffentlichte die Regierung im Jahr 2005, dass sie 65 Milliarden Euro abgezweigt hatte. Allgemein seien die versicherungsfremden Leistungen meist höher als die sogenannten staatliDie Politiker selbst wie auch das Millionenheer der Beamten beteiligten sich nicht an diesen Kosten. Ihre Ruhestandsbezüge stammten zudem ausschließlich aus Steuergeldern und zwar in einer Höhe, vor der die meisten Rentner nur träumen könnten. Auch gut verdienende Freiberufler wie Ärzte oder Anwälte zahlten nicht in die Rentenkasse ein.