Unbezahlte Arbeit – Frauensache?

Frau staubsaugt mit Kind auf dem Arm

Unbezahlte Arbeit – Frauensache?

Frauen in Deutschland verbringen laut einer Studie jeden Tag viereinhalb Stunden mit unbezahlter Arbeit – im Durchschnitt. Männer liegen deutlich darunter. Was ist da los? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Zu den unbezahlten Arbeiten gehören vor allem der Haushalt, die Betreuung von Angehörigen oder die Vereins- und Wohltätigkeitsarbeit. Mit viereinhalb Stunden – genau sind es 269 Minuten – liegen die Frauen in Deutschland im weltweiten Vergleich ziemlich genau im Durchschnitt. Deutsche Männer liegen mit 164 Stunden unbezahlter Arbeit deutlich hinter den Frauen hierzulande, wenn auch über dem europäischen Durchschnitt von 108 Minuten.

Die Zahlen stammen aus einer aktuellen Studie der Internationalen Arbeitsorganisation ILO; sie hat gemeinsam mit einer Partnerstiftung (Europäische Stiftung zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen) die Arbeitsverhältnisse von 1,2 Milliarden Menschen auf der ganzen Welt untersucht.

Der politische Philosoph Michael Hirsch fordert von den modernen Gesellschaften ein Umdenken. Das Angebot bezahlter Arbeit werde in den kommenden Jahren durch technische Entwicklungen zurückgehen. Der größte Teil der geleisteten Arbeit in allen Gesellschaften der Welt sei immer noch unbezahlte Arbeit. "Die gesellschaftliche Frage ist, ob wir diese Tätigkeiten nicht etwas besser sichtbar machen und anerkennen sollten."

Wie ist die Arbeitsverteilung in ihrem Haushalt geregelt? Was meinen Sie: Warum ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen so groß? Was kann unsere Gesellschaft unternehmen, um diese Lücke zu schließen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Gast: Dr. Yvonne Lott, Soziologin, Hans-Boeckler-Stiftung

Redaktion: Heiko Hillebrand und Julia Lührs

Unbezahlte Arbeit - Frauensache?

WDR 5 Tagesgespräch 08.05.2019 44:28 Min. Verfügbar bis 07.05.2020 WDR 5

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Kommentare zum Thema

131 Kommentare

  • 131 JoLa 08.05.2019, 13:59 Uhr

    Eine erneut sinnlose Umfrage in der Welt der Soziologen. Nutznießer sind die ILO, sicher gut finanziert vom Steuerzahler, und Trittbrettfahrer wie Ihre Studiogästin, die sich zum Thema ergötzen kann und natürlich feministische Themen einflechtet. Bei etwas Nachdenken zeigt die Lebenswirklichkeit auch heute noch, dass deutlich mehr Männer in Vollzeitberufen arbeiten und auch noch oft ein höheres Einkommen haben. Dies nützt natürlich finanziell der Familie. Insofern ist es nur eine logische Arbeitsteilung, dass die Frauen im Haushalt mehr sog. unbezahlte Arbeit übernehmen als die Männer. Die Statistik daraus ist also nichts besonderes. Auch die Famileinarbeit insgesamt ist eine Frauendomäne und wird es noch lange bleiben. Es hat aber nichts damit zu tun, dass Männer dadurch unfaire Egoisten wären. Berufstätige stehen heute auch im Dauerstress und müssen das Bruttosozialprodukt erarbeiten sowie viele Steuern zahlen.

  • 130 Julius Streicher 08.05.2019, 13:58 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 129 Das Ehrenamt 08.05.2019, 13:57 Uhr

    für öffentliche Einrichtungen sollte abgeschafft werden. Denn es vernichtet Arbeitsplätze und beutet Gutgläubige aus. Gerade im sozialen Bereich würde viel mehr geschehen, wenn es dieses Millionenheer der gratis-Arbeiterinnen nicht gäbe.

  • 128 Herrgott Sakra ! 08.05.2019, 13:56 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er beleidigend ist. (die Redaktion)

  • 127 Mustafa Döner 08.05.2019, 13:56 Uhr

    Milch macht müde Männer munter. Einfach mehr Milch trinken, dann können Männer auch mehr Stunden an unbezahlter Arbeit leisten.

  • 125 Alfred T. 08.05.2019, 13:40 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 124 Ali Mente 08.05.2019, 13:40 Uhr

    Unbezahlte Arbeit sollte mehr wertgeschätzt werden!

  • 123 Birgit 08.05.2019, 13:38 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er sich nicht auf das Thema der Diskussion bezieht. (die Redaktion)

  • 122 Lutz Bachmann 08.05.2019, 13:37 Uhr

    Dieser Kommentar wurde gesperrt, weil er diskriminierend ist. (die Redaktion)

  • 121 Alles 08.05.2019, 13:37 Uhr

    , was ich für Angehörige, Partner, Freunde oder Bekannte nicht aus L I E B E oder Zuneigung tue, ist Berechnung. Und diese schlechte Einstellung sollte nicht auch noch staatlich gefördert werden.

  • 118 Ramsam Alhi 08.05.2019, 13:32 Uhr

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