Sind unsere Meere noch zu retten?

Plastikmüll am Strand in der Karibik

Sind unsere Meere noch zu retten?

Mehr Recycling, weniger Plastik und mehr Schutz für die Umwelt: Auch darum soll es beim G7-Gipfel in Kanada gehen. Wie erleben Sie den Müll im Meer? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Sie bedecken den größten Teil unseres Planeten, sind Nahrungsquelle, Lebensraum und Erholungsort zugleich: unsere Weltmeere. Dennoch sind sie die am wenigsten geschützten Gebiete der Erde. Laut Umweltorganisation WWF schwimmen allein im Mittelmeer Rekordmengen an Plastikmüll - vor allem kleinste Teilchen in Zahnpasta, Kleidung oder Seife werden zum Problem. Im Nordpazifik hat sich eine Müllinsel aus Kunststoff gebildet, die dreimal so groß ist wie Frankreich. Selbst am südlichsten Fleck unserer Erde, in der Antarktis, haben Experten von Greenpeace erstmals Mikroplastik nachgewiesen. Doch nicht nur Plastikmüll, sondern auch die Folgen des Massentourismus, Mülldeponien in Meeresnähe, Überfischung und Schiffsdiesel machen Tieren und Pflanzen am, im und unter Wasser zu schaffen. Die Vereinten Nationen möchten mit dem heutigen Tag des Meeres (08.06.2018) an diese Bedrohung erinnern.

Um gegen die Müllmassen anzukämpfen, gibt es weltweit Initiativen: Taucher holen säckeweise Abfall aus dem Wasser, neue Segelboote sammeln tonnenweise Plastik ein und Forscher entwickeln Techniken, um die Verschmutzung aufzuhalten. Hilfe könnte auch aus der Politik kommen: Die Staats- und Regierungschefs der G7 treffen sich heute in Kanada. Auf dem Gipfel der größten Industrienationen sollen unter anderem Themen wie Plastikmüll, Ölverschmutzung und verdreckte Küsten im kleinen Kreis besprochen werden.

Wie erleben Sie Strände, Küsten und Unterwasserwelt? Ist der Müll im und am Wasser aus Ihrer Sicht mehr geworden? Verzichten Sie vielleicht schon bewusst auf Plastik, um Müll zu vermeiden? Geht das überhaupt? Müsste die Politik der Wirtschaft Vorgaben machen oder müssen die Verbraucher Zeichen setzen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch - von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Detlef Reepen, WDR-Wissenschaftsredakteur und Meeresexperte

Redaktion: Regina Tanne und Jessica Eisermann

Sind unsere Meere noch zu retten?

WDR 5 Tagesgespräch | 08.06.2018 | 46:14 Min.

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Kommentare zum Thema

101 Kommentare

  • John 08.06.2018, 13:59 Uhr

    Wir bringen die Erde bald an ihr Ende. Das hat Helmut Debus gesungen. Auf Plattdeutsch. In den 80ern. Oder war es bereits in den 70ern. Dem ist nichts hinzu zufügen. Nuhr der Dieter darf im WDR wieder dagegen quuatschen, es sei alles so toll, es würde besser, der Wald nehme zu und sei wieder grün. Leider weiß man heute mehr. Der "Point of no return", ab dem sich der Regenwald nicht wieder erholt, liegt nicht bei 0, sondern bei 40 Prozent. Das ist fast erreicht. Die Menge des Plastiks ist dabei noch nicht berücksichtigt. Dieser Punkt ist noch zu neu. Es kommen viele Faktoren weltweit zusammen. Dabei ist die Menge nicht allein das Problem. Wenn die Wale sterben, weil der MAgen voll Plastik ist und sie verhungern. Was für eine Quälerei!

  • Dagmar Zimmermann 08.06.2018, 13:58 Uhr

    Der meiste Müll entsteht durch Wachstum und Arbeit. Deshalb beides reduzieren durch´s Bedingungslose Grundeinkommen.

  • Miss Piggy 08.06.2018, 13:54 Uhr

    Nur wenn der Mensch schläft, macht er keinen Müll.

  • Gonzo 08.06.2018, 13:50 Uhr

    Die Meere sind nur dann noch zu retten, wenn die Menschheit nicht mehr zu retten ist.

  • Anonym 08.06.2018, 13:38 Uhr

    Eines Tages kommen Kinder aus der Schule und sagen: „Weißt du, was wir heute in Geschichte hatten? Die Müllzeit! So wie sich alles im Leben wandelt, wird die Müllzeit auch vorübergehen. Wenn sich die Wirtschaft in eine Gemeinwohl-Ökonomie mit einer Gemeinwohl-Währung verändert, dann wird unsere Wirtschaft nicht mehr von Wachstum und Arbeitsplätze bestimmt. Die Natur als Vorbild. Die größte Inspirationsquelle war und ist immer die Natur. Wieder und wieder sollten wir immer fragen „wie macht es die Natur, und was machen wir anders?“ Und das aus mehreren Gründen. Zum einen sollte das Wirtschaftssystem im Einklang mit der Natur stehen. Wenn wir Menschen überleben wollen, müssen wir mit der Natur zusammenarbeiten und nicht gegen sie. Wir müssen alles tun, was in unserer Macht steht, um den katastrophalen Schaden wieder gut zu machen, den wir in den vergangenen Jahren angerichtet haben. Zum anderen zeigt uns die Natur, wie das Leben funktioniert. Wir brauchen das Rad nicht neu zu erfinden.

  • John 08.06.2018, 13:24 Uhr

    Jetzt wird von Mikro-Plastik gesprochen. Bald ist die Meßtechnik besser. Dann gibt es Tagesgespräche zu Nano-Plastik. Vermutlich jeden Tag. Denn das ist eine Riesensauerei.

  • Ignaz-Denket um! 08.06.2018, 13:19 Uhr

    Die Profit- und sonstige Gier und weiteres Sündenrepertoire der Menschen verschmutzt die Seele, die Genügsamkeit und weitere gute Charaktereigenschaften, würden sie schonen. Der Mensch ist überflutet von Sünde, nur eine Arche Noah kann die Menschheit noch retten. Die Arche Noah ist der Mensch selbst. In keinem noch so großen materiellem Schiff, hat die Tierwelt, usw., Platz. Nur in unserem geistigen spirituellem Körper, hat alles Platz, was im Kosmos anwesend ist, als Bild bildlich, bitte verstehen. Nur die Arche Noah des inneren Menschen, kann die verschmutzte Ozeane retten.

  • Tobias Himmerich 08.06.2018, 13:18 Uhr

    Hallo, ich finde die Diksussion über Plastiktüten im Meer ja mehr als sinnlos und oberflächlich. Aus den Plastiktüten in Deutschland landet sowieso fast keine einzige im Meer - die meisten werden Verbrannt oder Recycled. ABER das Problem Mikriplastik im Meer kommt zu über 2/3 aus Autoreifenabrieb und dem Waschen von Kleidung. Hier ist das Problem (ohne Lösung). Plastiktüten sind total irrelevant - zumindest in Deutschland. Leider sieht das in Entwicklungsländern anders aus. Aber daran ändern wir nichts, wenn wir in Deutschland weniger Tüten verbrauchen.

    • Kleinvieh macht auch Mist 08.06.2018, 13:47 Uhr

      Jede Plastikvermeidung ist sinnvoll, mag sie noch so klein sein

  • Plastikmüll, Rußpartikelfilter und mehr 08.06.2018, 13:18 Uhr

    Das Einzige was uns helfen kann ist der Verzicht. Weniger Plastik oder kein Plastik nur das hilft. Ein Bsp. aus der Autoindustrie. Ein Freund kam nicht durch den TÜV mit seinem Diesel mit Rußpartikelfilter. In der Werkstatt sagte man Ihm er müsse mal über die Autobahn bei mind. 4000U/min. fahren (Was vermutlich kein Normalmensch je macht) dann sei der wieder frei. Wie gesagt so getan und siehe da TÜV bestanden. Sollte das bei allen Fahrzeugen so sein, kann man vermutlich davon ausgehen dass ein Großteil der Dieselfilter nicht so ganz effektiv ist wie man uns immer sagt. Ein Auto ist eine Umweltsau. Und Plastikmüll bleibt Plastikmüll, da kann noch soviel Bio drin transportiert werden und erst Recht wenn es mit dem PKW gemacht wird.

  • E. Sonnen, 75J 08.06.2018, 13:11 Uhr

    Ab jetzt ernaehrt die Bayer AG die Welt - und schickt ihre Produkte in Plastic verpackt und verdieselt und verkerosient um den ganzen Globus. Die zentral bedachte sog. Welternaehrung ist unterm Strich ein Flop, besser ein Fehlgedanke. Dieser Planet ist kein Kunstobjekt, er haelt viele Ueberraschungen fuer seine Bewohner bereit.

  • Martin Weidner 08.06.2018, 12:58 Uhr

    Wo kauft man ein? Wochenmarkt, wo man vieles direkt in die eigene Tasche laden kann und Äpfel nicht in Kunststoffschalen sind? Und wieviel kauft man bei Amazon?

    • Azul 08.06.2018, 13:39 Uhr

      Wochenmarkt kann ich mir nicht leisten (2-3 mal so teuer wie Discounter) Bei Amazon habe ich noch nie bestellt.