Katzen - besondere Wesen?

Kitten läuft über einen Baumstamm

Katzen - besondere Wesen?

Heute ist internationaler Katzentag – eine gute Gelegenheit, an die Besonderheiten dieses Haustieres zu erinnern und an unsere Beziehung zu ihm. Wie ist Ihr Verhältnis zu Katzen? Diskutieren Sie mit im WDR 5 Tagesgespräch!

Kommentare (64)

Manchmal zeigen sie sich als Schmusekatzen, manchmal aber auch als kratzbürstige Zeitgenossen. Katzen gelten als unabhängige, zuweilen boshafte, undankbare und egoistische Charaktere. Wahrscheinlich steckt von allem etwas in ihnen. Viele von uns haben eine emotionale Beziehung zu ihrer Katze. Sie kuscheln mit ihr, lassen sich morgens von ihr mit dem Milchtritt wecken oder auch mitten in der Nacht. Für viele ist schon der Anblick einer in malerischer Pose schlummernden Katze pure Entspannung. Ihr Schnurren und Maunzen klingen meist behaglich.

Doch wir sprechen nicht ihre Sprache. Mißverständnisse zwischen uns und der Katze führen häufig zu Konflikten. Sie liebt es, über die Sitzmöbel zu flitzen, zerkratzt dabei aber gern das Leder. Eine Katze zu erziehen ist nahezu aussichtslos, eben "für die Katz". Wenn ihr Halter sie vernachlässigt, sie falsch ernährt oder sie gar am Halsband spazieren führt wie einen Hund, entwickelt sie ein auffälliges Verhalten. Nur wenn der Mensch das Wesen und die besonderen Bedürfnisse der Katze respektiert, kann es eine innige Beziehung werden.

Wie ist Ihr Verhältnis zu Katzen? Mögen Sie diese unabhängigen Tiere? Haben Sie selbst eine Katze, vielleicht mit einem ganz speziellen Charakter, besonderen Fähigkeiten oder Eigenarten? Was bedeutet sie Ihnen? Was können wir von Katzen lernen?

Rufen Sie uns während der Sendung an (WDR 5 Hotline 0800 5678 555) oder schreiben Sie uns Ihren Kommentar in unser Gästebuch – von 11.00 bis 14.00 Uhr.

Studiogast: Heike Grotegut, Tierpsychologin mit Tierpraxis in Köln

Redaktion: Gundi Große und Heiko Hillebrand

Katzen - besondere Wesen?

WDR 5 Tagesgespräch | 08.08.2018 | 45:21 Min.

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Kommentare zum Thema

64 Kommentare

  • 75 anonym 08.08.2018, 13:54 Uhr

    In letzter Zeit sehe ich immer mehr alte Damen, die mit ihren Hündchen Gassi gehen und sich dabei in Babysprache laut mit ihnen "unterhalten". So als seien ihre Haustiere ihre Enkelkinder. Das erschreckt mich und macht mir klar, wieviele einsame Menschen es mittlerweile gibt. Vielleicht wäre es besser, es gäbe keine Haustiere. Denn dann wäre Jeder gezwungen, sich wieder mehr dem Mitmenschen zuzuwenden.

  • 74 anonym 08.08.2018, 13:40 Uhr

    Eine Gesellschaft ist m. E. nur dann "gesund", wenn sie Menschen und Tiere gleichermaßen lieben kann. Aber dass immer mehr Menschen nur noch (ihre) Tiere lieben, stimmt bestimmt nicht nur mich nachdenklich. Und wirkt sicher auch auf Andere beängstigend.

    Antworten (1)
    • Ignaz-Denket um! 08.08.2018, 13:56 Uhr

      Menschen die nur noch ihre Tiere lieben, das ist eine Pseudo-Liebe. Ein Mensch der nicht nur mit dem Kopf liebt, sondern mit dem Herzen, (im Herzen ist die Liebe zuhause) der liebt alle Lebewesen. In uns findet eine Entwicklung und Bildung der Liebe statt, wir werden zur Liebe, nur dann sind wir fähig mit der Umwelt gut umzugehen, nur dann haben wir eine gute bessere Welt. Leben wir mit dem Herzen, dann haben wir die Liebe zu uns und der Welt. Katzen gehören dann zu den Lebewesen, die wir lieben.

  • 73 anonym 08.08.2018, 13:30 Uhr

    Die Achtung vor dem Tier und unserer Schöpfung sollte uns davon abhalten, das Tier zum Menschen machen zu wollen. Das ist grausam, weil es das Tier seiner Freiheit beraubt und es zum Spielball macht. Alle Tiere gehören für mich in die Natur und nicht in Wohnungen oder Zoos. Denn sie sollten Niemandes Besitz sein, sowenig wie andere Menschen.

  • 72 Ignaz-Denket um! 08.08.2018, 13:25 Uhr

    Wie ein Mensch mit seinem Selbst (dem inneren Leben) umgeht, geht er auch mit den Tieren um. Tiere spiegeln den Charakter eines Menschen wieder. Katzen sind wie Frauen, sie können ihre Krallen zeigen, aber auch vor allem können sie sanft und anschmiegsam sein. Ich bewundere vor allem die vielen verschiedenen Eigenheiten bei den Katzen. Jede Katze ist so verschieden von der anderen Katze. Sowie jeder Mensch glücklich ist, wenn er ein zuhause hat, so sind es auch die Katzen. Ich habe zwei ausgesetzte Kater bei mir aufgenommen, die sind sowas von glücklich und stolz über ihr zuhause. Bei mir darf und soll die Katze Katze bleiben, ich bin nur ihr Helfer für ein schönes Katzenleben mit all ihren Eigenheiten. Ich bekomme von ihnen mehr wieder als ich ihnen gebe. Sie sind für mich Weggefährten in meinem Leben, ich weiß immer was sie wollen und sie verstehen auch mich und folgen mir auch fast immer, aber nicht immer, wofür ich sie liebe, es sind ja Katzen.

  • 71 anonym 08.08.2018, 13:18 Uhr

    Es ist etwas nicht in Ordnung in einer Gesellschaft, der eine herumstreunende Katze den Menschen das Herz bricht. Aber ein bedauernswerter, hilflos herumirrender obdachloser Mensch ohne Hilfe und Beachtung bleibt. Sondern im Gegenteil verachtet oder gehasst wird. Vielleicht sogar ermordet, wie jüngst angezündete Chlochards beweisen.

  • 69 anonym 08.08.2018, 13:05 Uhr

    Wer sein Tier zu einem leiblichen Kind macht oder wie seinen Lebenspartner behandelt, ist auf seine Weise auch ein Tierquäler. Wieso brauchen Tiere Kleidung in Sonderanfertigung, Halsbänder in Gold und Silber, lackierte Krallen oder einen eigenen Koch für die Sondernahrung? Oder Kosenamen wie Schatzi, Mäuschen, Häschen oder Liebling? Oder müssen unbedingt in Spezialtaschen herumgetragen werden? Das degradiert das Tier und macht es zu einem Spielzeug, mit dem man machen kann, was man will.

  • 68 Astrid Müller 08.08.2018, 12:58 Uhr

    Ich bin leider nicht mehr in die Sendung gekommen, daher schreibe ich meine besondere Geschichte mal. Vor 25 Jahren war ich zu Besuch bei einer Bekannten, die eine traumatisierte Katze hatte, die bei Besuch nie rausgekommen ist. Als ich auf dem L-förmigen Sofa saß, kam sie plötzlich ganz vorsichtig raus und ging auf dem Sofa bis zur Mitte. Von dort beobachtete sie mich den ganzen Abend über. Wenn ich meine Hand nach ihr ausstreckte, lief sie die Hälfte des Sofas wieder zurück und kam dann langsam wieder, so dass ich es dabei beließ. Es war ein wenig unheimlich, wie sie mich beobachtete, aber ich fühlte mich schon geschmeichelt, dass sie anscheinend neugierig auf mich war.

  • 67 anonym 08.08.2018, 12:55 Uhr

    Wenn Menschen ihre Nächsten so lieben und behandeln würden wie ihre Haustiere, wären wir bereits im Paradies. Und ich frage mich: Warum ist Frau Grotegut eigentlich Tier-Psychologin geworden und nicht Human-Psychologin?

  • 66 Ignaz-Denket um! 08.08.2018, 12:53 Uhr

    Nachtrag von 12:48 Uhr: Das Zitat ist vom Lyriker R.M.Rilke.

  • 65 Bruno Gohlis 08.08.2018, 12:53 Uhr

    Die "Probleme" solcher Katzenhalter möcht ich mal haben.

  • 64 Anonym 08.08.2018, 12:52 Uhr

    Wenn schon gefragt wird was die katze geraucht hat, würde mich interessieren was die expertin zu den gerüchten sagt wonach katzen thc (cannabis wirkstoff) nicht abbauen können?