Wölfe in NRW: Gefahr oder Bereicherung?

Aufnahme eines Wolfes von der Seite im Wald

Wölfe in NRW: Gefahr oder Bereicherung?

Seit gut einem Jahr sind wieder Wölfe in NRW heimisch, nachdem man sie vor rund 180 Jahren ausgerottet hatte. Heute sind sie eine international streng geschützte Art. Dennoch gibt es vehemente Forderungen, den Wolf wieder zu vergrämen.

Als sich die erste Wölfin in der Gegend von Schermbeck niederließ, traf dies die Nutztierhalter unvorbereitet: Dutzende von Schafen wurden gerissen, denn ohne speziellen Elektrozäune oder Herdenschutzhunde waren die Weidetiere leichte Beute. Inzwischen haben viele Schafhalter Vorsorge getroffen und das Land NRW unterstützt sie dabei. Dennoch reißen die Forderungen nicht ab, die Wölfe zu vergrämen. Die Bundesregierung plant auch, ihren Abschuss zu erleichtern. Sie passen nicht in unsere dicht besiedelte Landschaft, sagen die einen. Sie sind keine Bedrohung für den Menschen und tragen zum ökologischen Gleichgewicht bei, argumentieren die Freunde des Wolfes.

Ist der Wolf eine Gefahr für Mensch und Tier oder eine Bereicherung für die Natur? Sind Wölfe und Nutztierhaltung überhaupt unter einen Hut zu bringen?

Darüber wollen wir mit Ihnen und folgenden Gästen diskutieren:

  • Ursula Heinen-Esser, NRW-Umweltministerin
  • Alfred Nimphius, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Wesel und Mitglied im "Arbeitskreis Wolf"
  • Christiane Rittmann, Tierwirtschaftsmeisterin, Schafhalterin, Mitglied im Schafzuchtsverband
  • Steffi Sakowitz, NRW-Vertreterin von Wikiwolves

Moderation: Thomas Koch und Ludger Kazmierczak
Redaktion: Ludger Kazmierczak

Stadtgespräch aus Dorsten: Wölfe in NRW

WDR 5 Stadtgespräch 27.06.2019 55:54 Min. Verfügbar bis 26.06.2020 WDR 5

Download

Stand: 07.06.2019, 10:49