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Corona: Hat das sportliche Miteinander ein Ende?

Stadtgespräch bei WDR 5 über Olympia an Rhein und Ruhr

Corona: Hat das sportliche Miteinander ein Ende?

Von Dirk Groß-Langenhoff

Eigentlich sollte es bei diesem Stadtgespräch vor allem um Olympia 2032 gehen. Doch zunächst lenkte Moderator Ralf Erdenberger das Gespräch auf die aktuelle Corona-Krise.

Beim Stadtgespräch am Donnerstag (12.03.2020) in der Kantine des Olympiastützpunktes Bochum-Wattenscheid sollte es eigentlich vor allem darum gehen, ob Olympia an Rhein und Ruhr gehört. Doch zunächst beherrschte die Corona-Krise die Diskussion zwischen Publikum und Podium. Denn viele Sportveranstaltungen finden inzwischen entweder vor leeren Rängen statt oder fallen ganz aus.

Zahl von 1000 Teilnehmern willkürlich festgelegt

Stadtgespräch bei WDR 5 über Olympia an Rhein und Ruhr

Virologe Prof. Ulf Dittmer klärt über Corona auf

Der Virologe Ulf Dittmer nannte die Zahl von 1.000 Teilnehmern willkürlich festgelegt. "Allerdings ist es richtig, dass sich das Virus weniger schnell ausbreitet, je kleiner eine Gruppe ist", sagte Dittmer, "und irgendwo muss man dann ja die Grenze ziehen". Daher sei es auch das kleinere Übel, dass nun Fußballfans dichtgedrängt in Kneipen das Spiel verfolgten.

Die Auswirkungen auf die Sportler am Olympiastützpunkt sind bisher gering. Es werde weiter wie bisher trainiert, bestätigten die Sportlerinnen Marie und Charlotte im Publikum. "Unser Trainingslager auf Mallorca wird allerdings wegen des Corona-Virus wahrscheinlich nicht stattfinden", sagte die 17-jährige Marie im Gespräch mit Publikumsmoderator Olaf Biernat.

Olympia passt zur Rhein-Ruhr-Region

Stadtgespräch bei WDR 5 über Olympia an Rhein und Ruhr

Olaf Biernat im Gespräch mit dem Publikum

Bei dem Thema Olympische Spiele 2032 an Rhein und Ruhr waren sich die Gäste auf dem Podium einig: Olympia passt zur Rhein-Ruhr-Region. Sportwissenschaftler Ulf Gebken von Universität Duisburg-Essen merkte allerdings an, dass man der Bevölkerung nicht vorenthalten dürfe, dass die Ausrichtung der Olympischen Spiele auch immer mit hohen Kosten verbunden sei.

Die Staatssekretärin für Sport der NRW-Landesregierung, Andrea Milz, wies allerdings daraufhin, dass 90 Prozent der Spielstätten schon vorhanden seien. Nur das Olympische Dorf und ein Leichtathletik-Stadion habe die Rhein-Ruhr-Region bisher nicht. "Wenn die Olympischen Spiele nach NRW kämen, würde der Bund viele Infrastruktur-Projekte vorziehen", betonte Milz. So könne auch das strukturschwache Ruhrgebiet von großen Verkehrsprojekten für Olympia profitieren.

Stadtgespräch aus Bochum: Olympia Rhein-Ruhr

WDR 5 Stadtgespräch 12.03.2020 55:26 Min. Verfügbar bis 12.03.2021 WDR 5

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Stand: 13.03.2020, 08:34