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Scala - Aktuelles aus der Kultur mit Sebastian Wellendorf

Wie können wir in NRW sicher neben der Chemieindustrie leben?

Eine dunkle Rauchwolke steigt über dem Chempark Leverkusen auf

Wie können wir in NRW sicher neben der Chemieindustrie leben?

Am 27. Juli 2021 explodiert ein Tank in der Müllverbrennungsanlage des Chemparks Leverkusen. Sieben Menschen sterben. Tagelang weiß niemand, ob giftige Stoffe freigesetzt wurden. Welche Lehren sollten wir aus dem Unfall ziehen?

Nach der Explosion im Chempark steht eine schwarze Rauchsäule über Leverkusen. Weithin sichtbar im Bergischen und im Rheinland. Rußpartikel, die vom Himmel regnen, ätzen sich in Autolacke. Kinder sollen nicht mehr auf Spielplätzen spielen, Obst und Gemüse aus den Gärten nicht mehr gegessen werden. Nach einer guten Woche die Entwarnung: Das Landesumweltamt hat bei seinen Luft- und Bodenmessungen keine Stoffe oberhalb der Grenzwerte gefunden.

Stadtgespräch aus Leverkusen: Nach Explosion im Chempark

WDR 5 Stadtgespräch 30.09.2021 55:50 Min. Verfügbar bis 30.09.2022 WDR 5


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Bei vielen, die in der Nähe des Chemparks leben, bleibt ein mulmiges Gefühl. Und das in einem Bundesland, welches von und mit der Chemie lebt. Laut Wirtschaftsministerium ist NRW der bedeutendste Standort der chemischen Industrie in Deutschland. Häufg liegen Produktions- und Wohnraum nahe beieinander. Kann das so weitergehen? Brauchen wir schärfere Auflagen für chemische Anlagen? Ist der Preis, den wir für diesen starken Wirtschaftszweig zahlen, dass wir mit der Gefahr leben müssen? Oder leben wir eigentlich sicher, und es war nur ein tragischer Unfall?

Darüber wollen wir mit Ihnen und folgenden Gästen diskutieren:

  • Dieter Donner, Bund für Umwelt und Naturschutz NRW
  • Lars Friedrich, Leiter Chempark
  • Ursula Heinen-Esser, Ministerin für Umwelt, Natur und Verbraucherschutz NRW

Moderation: Ralph Erdenberger und Friederike Müllender

Stand: 30.09.2021, 20:04