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Doch kein Frieden nach dem Kohle-Aus?

Keyenberg - "Ja zur Heimat, STOP Rheinbraun - Wir bleiben hier!"-Schild

Doch kein Frieden nach dem Kohle-Aus?

Mit dem vereinbarten Kohleausstieg steht nun fest, dass der Tagebau Garzweiler bis 2038 betrieben werden soll. Etwa 1.500 Menschen müssen ihre Heimat verlassen. Die jahrelange Unsicherheit hat die Dörfer tief gespalten. Ein Thema für das WDR 5 Stadtgespräch in Erkelenz.

Der Fahrplan für den Kohleausstieg steht, Bund und Länder haben sich auf einen Kompromiss geeinigt. Damit scheint auch das Schicksal der Dörfer am Tagebau Garzweiler endgültig besiegelt. Weitere 1.500 Menschen müssen ihre Heimat verlassen.

Eine Entscheidung, die nicht nur Umweltaktivisten kritisieren. Für das Aktionsbündnis "Ende Gelände" rückt nun der Tagebau Garzweiler II in den Fokus des Widerstands. Allen voran das Dorf Keyenberg, das nach dem Kohlekompromiss als erstes von der Landkarte verschwindet. Die jahrelange Unsicherheit hat die Dörfer tief gespalten. Es gibt Gräben zwischen denen, die abschließen möchten und denen, die für ihre Heimat kämpfen wollen. 

Wie lebt es sich in einem Ort, der zum Geisterdorf mutiert? Wie kann ein Neuanfang gelingen? Können Wunden heilen, nachdem man Haus und Nachbarschaft zurücklassen musste? Lohnt sich der Kampf um ein sterbendes Dorf? Welche Folgen hat die Ungewissheit für die Betroffenen? Was könnte zur sozialen Heilung beitragen?

Darüber wollen wir mit Ihnen und folgenden Gästen diskutieren:

  • Dr. Matthias Burchardt, Philosoph Universität Köln
  • Dr. Markus Kosma, Leiter Tagebau Garzweiler (RWE)
  • Britta Kox, Berverath
  • Bernd Pieper, Umsiedler, Keyenberg-Neu
  • Moderation: Judith Schulte-Loh und Thomas Wenkert

Redaktion: Meryem Okan

Stadtgespräch aus Erkelenz-Doch kein Frieden nach dem Kohle-Aus?

WDR 5 Stadtgespräch 13.02.2020 55:49 Min. Verfügbar bis 12.02.2021 WDR 5

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Stand: 31.01.2020, 14:06