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Psychologisches Radio bei WDR 5

Illustration: Eine Frau in weißem Kittel beleuchtet mit einer Taschenlampe ein Gehirn.

Psychologisches Radio bei WDR 5

Psychiatrische Krankheiten sind immer noch ein Tabu. Dabei ist Hinschauen ein erster wichtiger Schritt. Im Psychologischen Radio geht es mit Fachärztinnen und -ärzten des Klinikums Bethel um häufig vorkommende Erkrankungen und deren Behandlung.

Die Reihe Psychologisches Radio läuft donnerstags von 20.04 bis 21 Uhr.

Wann wird Sorge zur Angststörung? Ab wann wird es ernst, wenn mein Kind sich zurückzieht? Wie kann man ein Trauma überwinden? Warum ist die Behandlung in einer Psychiatrie noch immer für viele Betroffene ein Thema, über das sie nicht gerne sprechen?

Nicht nur durch Corona ist das Interesse an psychologischen Fragen gewachsen. Und vieles hat sich im Laufe der vergangenen Jahrzehnte im Umgang mit Patient:innen und Therapien geändert.

Das Psychologische Radio bei WDR 5 möchte einen Raum schaffen, die Psychiatrie von heute vorzustellen. In den einstündigen Gesprächen mit Fachärzt:innen der Evangelischen Kliniken Bethel in Bielefeld wird zum einen der aktuelle Stand der Forschung, zum anderen der Umgang der Betroffenen mit der Diagnose aufgegriffen.

Delir – Operation gelungen, Patient:in verwirrt

Stefan Kreisel, Leiter der Abteilung für Gerontopsychiatrie am Evangelischen Klinikum Bethel

Dr. Stefan Kreisel setzt sich für Prävention ein.

Bei einem Krankenhausaufenthalt oder auch danach kann bei älteren Patient:innen eine Verwirrtheit auftreten, die Delir genannt wird. Die Betroffen sind urplötzlich müde oder so aktiv wie nie zuvor. Angehörigen passiert es dabei schnell, dass sie das Delir mit einer beginnenden Demenz verwechseln. Doch die Merkmale unterscheiden sich. Der Neurologe Dr. Stefan Kreisel leitet die Abteilung Gerontopsychiatrie in Bethel. Er erklärt, warum die Betroffenen in diesen besonderen Verwirrtheitszustand kommen und wie man vorbeugen kann.

Psychologisches Radio: Delir bei älteren Menschen

WDR 5 spezial Teil 1 von 7 01.07.2021 45:43 Min. Verfügbar bis 01.07.2022 WDR 5


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Hypochondrie – Wenn Angst vor Krankheit krank macht

Sensibel sein für den eigenen Körper, sich Sorgen machen um die eigene Gesundheit sind wichtig, um erste Signale möglicher Erkrankungen wahrzunehmen und schnell reagieren zu können. Wenn aber aus Sorgen Ängste um die eigene Erkrankung werden, die Betroffenen jede Empfindung des Körpers als Ernstfall interpretieren und sich schlimmstenfalls vom Tode bedroht fühlen, dann besteht die Gefahr, dass aus der Sorge eine behandlungsbedürftige psychische Erkrankung wird, die sogenannte Hypochondrie.

Welche Auslöser es für diese Erkrankung gibt, warum wir die Betroffenen ernst nehmen sollten und welche Möglichkeiten der Behandlung es gibt, erfahren Sie in dieser Folge des Psychologischen Radios. Im Gespräch ist Dr. Kristina Hennig-Fast, therapeutische Abteilungsleiterin der Allgemeinen Psychiatrie II des Klinikums Bethel.

Psychologisches Radio: Hypochondrie

WDR 5 spezial Teil 2 von 7 08.07.2021 37:13 Min. Verfügbar bis 08.07.2022 WDR 5


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Akute Traumata behandeln

Flucht, Kampf, Erstarren – das sind ganz unterschiedliche, aber typische Reaktionen bei traumatischen Erlebnissen. Jede:r geht anders damit um, aber die Sorge, das Erlebte nicht verarbeiten zu können, treibt viele um. Die sogenannte "Posttraumatische Belastungsstörung", die das Leben nachhaltig beeinträchtigt, kann, muss aber nicht die Folge eines traumatischen Erlebnisse sein.

Wann wird aus einem schrecklichen Erlebnis eine posttraumatische Belastungsstörung? Wo gibt es Hilfe und wie sieht die aus? Diese Fragen behandeln wir mit Dr. Steffi Koch-Stoecker, stellvertretende Leiterin der Psychiatrie des evangelischen Klinikums Bethel, und Dr. Johanna Will-Armstrong,  Pastorin, Vorstandsmitglied der von Bodelschwingschen Stiftung Bethel und Geschäftsführerin des Hospizes Region Bad Neuenahr/Ahrweiler.

Psychologisches Radio: Akutes Trauma behandeln

WDR 5 spezial Teil 3 von 7 29.07.2021 46:54 Min. Verfügbar bis 29.07.2022 WDR 5


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Angststörung – Wenn die Angst das Leben frisst

Angst ist ein von der Natur gut eingerichteter Schutzmechanismus, um Gefahren zu erkennen und ihnen auszuweichen. Angst lässt uns schneller werden, die Flucht ergreifen und handeln.

Kristina Hennig-Fast, Therapeutische Abteilungsleiterin der Allgemeinen Psychiatrie II am Evangelischen Klinikum Bethel

Dr. Kristina Hennig-Fast nennt Strategien gegen Angstattacken.

Angst kann aber auch das Gegenteil bewirken und lähmend, quälend sein. Auf jeden Fall ist Angst für die meisten Menschen ein unangenehmes Gefühl, das sie loswerden und am liebsten erst gar nicht spüren wollen.

Was aber, wenn die Angst zu einer existenziellen Bedrohung wird, die nicht auszuhalten ist, die krank macht? Das Thema im psychologischen Radio ist die sogenannte generelle Angststörung. Was kann Angst mit uns machen? Wie weit kann sie gehen? Die junge Patientin Josefina erzählt von ihrer erlebten Angst und Dr. Kristina Hennig-Fast vom evangelischen Klinikum Bethel erklärt, was wir gegen Angst und Panik tun können, wenn sie uns überfällt.

Psychologisches Radio: Angststörung

WDR 5 spezial Teil 4 von 7 05.08.2021 45:08 Min. Verfügbar bis 29.07.2022 WDR 5


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Die Psychiatrie von heute - das Krankenhaus für die Seele

Irrenhaus, Klapse, Nervenheilanstalt – umgangssprachlich sind das Beschreibungen der Psychiatrie. Was im Gespräch meist witzig gemeint ist, verstellt aber den Blick. Die Psychiatrie ist eine wichtige Anlaufstelle und oft sogar die letzte Hoffnung für psychisch Kranke, aber sie wird immer noch tabuisiert und argwöhnisch beäugt.

Das gebrochene Bein wird selbstverständlich im Krankenhaus versorgt. Die gebrochene Seele wird oft stigmatisiert. "Das Krankenhaus für die Seele" wäre doch eine viel schönere Beschreibung, wenn wir von der Psychiatrie sprechen. Wir haben die Vorstellung, dass niemand dort hin will, und die, die drin sind, so schnell wie möglich wieder raus wollen. Dabei bedeutet für viele die Therapie in der Psychiatrie einen Weg zu neu gewonnener Freiheit und Lebensfreude. Das Psychologische Radio gibt Einblicke in die moderne Arbeit des evangelischen Klinikums Bethel.

Psychologisches Radio: Die Psychiatrie von heute

WDR 5 spezial Teil 5 von 7 12.08.2021 45:08 Min. Verfügbar bis 11.08.2022 WDR 5


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Umgang mit komplexen Traumata

Ein Unfall, ein Verlust oder ähnliches, kann traumatisch sein. Das Erlebte kann lange nachwirken und zu einem akuten Trauma werden, das dann auch behandelt werden sollte. Was aber, wenn Menschen, insbesondere als Kind oder Jugendliche, über einen längeren Zeitraum immer wieder seelisch verletzenden Situationen ausgesetzt sind, die tiefe Wunden in ihrer Psyche hinterlassen?

Dann kann eine sogenannte komplexe posttraumatische Belastungsstörung entstehen, die sie als Erwachsene stark beeinträchtigt. Komplex deshalb, weil es verschiedene Symptome gibt, die sowohl psychisch, als auch physisch spürbar sind.

Im Psychologischen Radio klären wir, woran sich eine solche Belastungsstörung erkennen lässt und wie und wo es Hilfe gibt. Dabei hilft Dr. Andrea Möllering,  Chefärztin der Klinik für Psychotherapeutische und Psychosomatische Medizin des evangelischen Klinikums Bethel.

Psychologisches Radio: Umgang mit komplexen Traumata

WDR 5 spezial Teil 6 von 7 02.09.2021 45:03 Min. Verfügbar bis 02.09.2022 WDR 5


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Moderation: Verena Cappell
Redaktion: Chris Hulin