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3. Advent: Bratäpfel und Pickled onions

Bratäpfel im Teller angerichtet

WDR 5 liest Ihnen was vor - und Weihnachtsrezepte gibt’s auch!

3. Advent: Bratäpfel und Pickled onions

Zum 3. Adventssonntag gibt es Bratäpfel von Rebecca Link. Mit den Mengen müssen Sie es dabei nicht so genau nehmen, folgen Sie Ihrem Gefühl - und Ihrem Geschmack. Und Mithu Sanyal verrät Ihnen ihr Rezept für Pickled onions - einfach und köstlich!

Bratäpfel von Rebecca Link

Bratäpfel in einer Form

Es geht eigentlich nicht ohne Bratäpfel vor Weihnachten, oder? Auch das ist echt nicht schwer, vor allem wenn man fertige Vanillesauce dazu nimmt oder die aus der Tüte zum Anrühren, das ist auch ein Zugeständnis an die Gemütlichkeit. Betrachten Sie es mal so… Die Äpfel lohnen sich übrigens schon alleine für den Geruch, den sie verbreiten. Wenn das nicht weihnachtlich ist, dann weiss ich es auch nicht!

Sie brauchen:

So viele mittelgroße, säuerliche Äpfel wie hungrige Personen. Achtung: Nicht jeder Apfel ist gut zum Backen! Super werden Bratäpfel mit Boskop, Cox Orange oder Jonagold. Versprochen!

Gehen wir mal aus von vier Äpfeln. Eine Person kann ja auch zwei Bratäpfel essen, das ist völlig legal!

Außerdem:

  • Vanillesauce, in welcher Zubereitungsart auch immer
  • Vollkornmehl
  • Vollkornhaferflocken
  • brauner Zucker
  • nicht ganz weiche Butter oder vegane Margarine
  • Rosinen oder Rumrosinen, nach Geschmack
  • Marzipanrohmasse, nach Geschmack
  • Zimt

Sie merken schon, ich bin da nicht ganz genau in den Angaben. Ich mach die immer einfach so, ist nicht so furchtbar schwierig.

So wird’s gemacht:

Die Äpfel waschen und aushöhlen, und zwar so, dass ein bisschen Füllung reinpasst. In eine gut gefettete Ofenform stellen.

Bratapfelfüllung

Die Füllung machen Sie aus dem Mehl, Zucker, etwas Zimt, Haferflocken, Butter/Margarine und der Marzipanrohmasse. Sagen wir mal: Auf eine Tasse Mehl kommt eine Tasse Haferflocken, maximal ein Drittel so viel Zucker und eine gute Prise Zimt, Marzipanrohmasse und so viel Butter/Margarine, wie es braucht, um aus allem eine bröselige, leicht klumpige Masse zu kneten. Rantasten. Am Schluss die Rosinen dazu. Wenn Sie zu wenig haben: mehr Rosinen rein. Wenn Sie zu viel haben: den Rest um die Äpfel in die Form verteilen, auch lecker.

Jetzt nehmen Sie sich erstmal ein paar der großen Klumpen und stopfen sie nach ganz unten in die Äpfel, sozusagen als Versiegelung. Dann den Rest der Füllung gleichmäßig in die Äpfel stopfen. Obendrauf bitte jeweils eine ordentliche Flocke Butter. Jetzt ist wirklich nicht die Zeit, um sich Gedanken um die Figur zu machen. Trust me!

Gebackene Bratäpfel in einer Form

Alles zusammen in den Ofen und bei 200 Grad (Umluft etwas weniger) circa eine halbe Stunde backen. Die Äpfel sollen außen schrumpelig sein und innen weich. Wenn sie ungefähr so aussehen wie auf dem Foto: raus damit!

Auf Teller verteilen, Vanillesauce drauf, und für den Rest brauchen Sie ja keine Anleitung. Guten Appetit!

Pickled onions von Mithu Sanyal

FRische Zwiebeln im Einmachglas

Meine Oma kommt aus Polen und hat alles eingeweckt, was nicht bei drei auf dem Baum war. Ihre Küche war voll mit Gläsern mit geheimnisvollen Inhalten, die teilweise schon Jahrzehnte alt waren. Ich würde gerne behaupten, ich hätte von ihr Einmachen gelernt, aber ich habe nur die Liebe für haltbar gemachte Früchte und Gemüse von ihr geerbt. Das Wissen musste ich mir aus Büchern besorgen, bei deren Lektüre ich mich ihr dann trotzdem sehr nahe gefühlt habe.

Eines der einfachsten und köstlichsten Rezepte sind Pickled onions, sehr englisch und auch sehr polnisch. Erfunden wurden Pickles übrigens in Indien.

Sie brauchen:

  • 1 kg Zwiebeln
  • 750 ml naturtrüber Apfelessig
  • Honig (nach Geschmack)
  • 50 g Salz
  • Gewürze (ebenfalls nach Geschmack, mein Tipp: lieber zu viele zu nehmen als zu wenig. Aber auf jeden Fall: Senfkörner und Pfefferkörner)
  • Ein etwa fingergroßes Stück Ingwer

So wird’s gemacht:

Abgedeckte Schüssel

Schneiden Sie von den Zwiebeln die Spitze und die Wurzeln ab. Füllen Sie sie dann in eine Schüssel und übergießen sie mit kochendem Wasser. Langsam bis 20 zählen und das Wasser dann abgießen. Die Zwiebelschalen lassen sich nun ganz einfach abziehen. Waschen Sie die Schüssel gut aus, auch Bio-Zwiebeln haben oft Schimmelsporen auf der Schale. Dann die enthäuteten Zwiebeln wieder einfüllen und das Salz darüber streuen, alles einmal durchmischen, mit einem Handtuch abdecken und über Nacht stehen lassen.

Währenddessen den Essig in einem Topf mit dem Honig und den Gewürzen mischen. Den Ingwer kleingeschnitten dazu geben. Alles zum Kochen bringen. Den Topf ebenfalls abdecken und über Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag die Zwiebeln waschen und in sterilisierte Weckgläser füllen (Tipps zum Sterilisieren, siehe 1. Advent). Die Gewürze abseihen und den Essig über die Zwiebeln gießen, so dass er sie vollständig bedeckt. Notfalls mit Apfelessig auffüllen. Luftdicht verschließen und sechs bis acht Wochen warten, bevor Sie die ersten Zwiebeln genießen.

Pickeld Onions

In dieser Variante bleiben die Zwiebeln knackig, wenn Sie weichere Zwiebeln bevorzugen, erwärmen sie den abgeseihten Essig, bevor Sie ihn über die Zwiebeln gießen.

Pickled onions sind die mildesten Pickles und ein guter Einstieg in die köstliche Welt der Pickles.

Stand: 02.12.2020, 12:54