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Kreuz und Leid der Juden

Symbolbild: Jesus am Kreuz

Kreuz und Leid der Juden

Der Vorwurf Schuld zu sein am Tod Jesu hat Jüdinnen und Juden seit zwei Jahrtausenden Unterdrückung und Verfolgung gebracht. "Wir erkennen heute, dass viele Jahrhunderte der Blindheit unsere Augen verhüllt haben." So bekannte es Papst Johannes XXIII. kurz vor seinem Tod in einem Bußgebet. 

Papst Johannes XXIII. betete "Vergib uns, dass wir Dich (Jesus) in ihrem Fleische zum zweiten Mal ans Kreuz schlugen." Kirchenführer wie Gläubige hielten Jüdinnen und Juden zwei Jahrtausende lang Texte aus den Evangelien vor wie "Sein Blut komme über uns und unsere Kinder" (Mt 27,25). Ihnen wird eine Mitschuld am Tod des Jesus von Nazareth vorgeworfen. Die Konsequenzen waren Benachteiligung, Entwürdigung, Vertreibung, Enteignung oder sogar Ermordung. Jüdisches Leben in Deutschland war seit seiner ersten Erwähnung vor 1700 Jahren immer wieder eine Karfreitagsgeschichte. Eine Lesung mit Texten und Musik aus vielen Jahrhunderten.

Redaktion: Theo Dierkes

Autor: Uwe Schareck

Kreuz und Leid der Juden

WDR 5 spezial 02.04.2021 01:56:00 Std. Verfügbar bis 01.04.2022 WDR 5


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Stand: 01.04.2021, 10:54