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Ken Follett: Liebe, Drama, Blut und große Politik

Ken Follett während seiner Lesung bei der Litcologne  SPEZIAL

Ken Follett: Liebe, Drama, Blut und große Politik

Ken Follett liebt das große Drama – so auch in seinem Werk "Das Fundament der Ewigkeit". Was ihm wichtig ist: Die Massen zu überzeugen, und nicht den einzelnen Literaturkenner. Und er legt größten Wert auf historische Genauigkeit.

"Das Fundament der Ewigkeit" ist der 31. Roman von Ken Follett. Und es ist der dritte Teil seiner Kingsbridge-Saga: In der fiktiven Stadt Kingsbridge im England des 16. Jahrhunderts kämpfen Protestanten gegen Katholiken, ein blutiger Kampf um Toleranz und Glaubensfreiheit.

2017 ist der Roman herausgekommen und knüpft an seine berühmten Vorgänger an: "Die Tore der Welt" (2007) und "Die Säulen der Erde" (1989), Folletts Mega-Bestseller.

Aufgewachsen in streng religiösem Elternhaus

Ken Follett auf rotem Sofa, macht einladende Geste mit seinem Arm

Ken Follett lädt zum Interview

Der Autor ist 1949 in Cardiff, Wales, geboren und in einem streng religiösen Elternhaus aufgewachsen, in dem Radio und Fernsehen tabu waren. Während andere Jungs in seinem Alter ins Kino gingen, verbrachte er als Kind seine Zeit in Bibliotheken. Mehr als 160 Millionen Bücher hat Ken Follett, der zuvor als Zeitungsreporter gearbeitet hat, weltweit verkauft. Ihm geht es um die Millionen, um die Bestsellerlisten, hat er einmal in einem Interview gesagt, er schreibe nicht für den einzelnen Literaturkenner. Verrisse von Kritikern sind ihm egal, die Masse liebt ihn und seine Werke, in denen Liebe, Eifersucht und Drama, blutige Schlachten, böse Intrigen und große Politik  immer wieder eine Rolle spielen.

Was ihm nicht egal ist: wenn ihm bei den historischen Fakten ein Fehler unterläuft. Ken Follett erschafft opulente Mittelalter-Welten, legt größten Wert auf historische Genauigkeit und lässt seine Romane daher vor Veröffentlichung von Historikern gegenchecken. Und er besucht historische Schauplätze, über die er schreibt, um ein Gefühl für den Ort und seine dort handelnden Charaktere zu bekommen. Einfache prägnante Sätze, genaue Beschreibungen von Sex- und Gewaltszenen – typisch Follett.

Das dritte Follett-Hörspiel im WDR

Buchcover "Das Fundament der Ewigkeit"

Knapp 1.200 Seiten stark

WDR 5 hat bereits "Die Säulen der Erde" 1999 und "Die Tore der Welt" 2009 als aufwändige Hörspiel-Reihen produziert. "Die Säulen der Erde" spielt im mittelalterlichen England des 12. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte vom Steinmetz Tom, der davon träumt, eine Kathedrale zu bauen. Follett beschreibt die Grausamkeit des Mittelalters, rivalisierende Adelsgeschlechter und bittere Armut. In der Fortsetzung "Die Tore der Welt" hat das Mittelalter ausgedient, die Neuzeit beginnt. 200 Jahre sind vergangen, die Nachfahren der Kathedralen-Bauer sind nun die Helden. Grausam ist es immer noch, die Pest wütet in Europa und rafft die Menschen dahin.

Und noch einmal 200 Jahre später – "Das Fundament der Ewigkeit": Protestanten gegen Katholiken, Königin Elisabeth I. gegen Maria Stuart, Held Ned Willard gegen seinen skrupellosen Widersacher Pierre Aumande. Wieder Liebe, Drama, Blut und große Politik. Aus knapp 1.200 Seiten Roman-Vorlage ist eine sechsstündige Hörspiel-Reihe entstanden, die den Vorgänger-Produktionen an Opulenz in nichts nachsteht.

Der Buch-Fabrikant: Ken Follett

WDR 5 Scala - aktuelle Kultur 20.12.2018 03:13 Min. Verfügbar bis 20.12.2019 WDR 5

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Stand: 29.11.2018, 15:42