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Franz-Josef Hansel

Ankommen in Deutschland gestern und heute

NWDR-Reporter Günter Schwermer spricht mit einem Flüchtlingskind, um 1946

Ankommen in Deutschland gestern und heute

Die Flüchtlingsfrage stellt die Gesellschaft vor immense Herausforderungen: Wie umgehen mit denjenigen, die neu in Europa und in Deutschland angekommen sind? Warum ist das Land so gespalten? Und welche Rolle spielen die Medien bei dem ganzen Prozess?

Das sind Fragen, über die debattiert und gestritten wird. Bei der Suche nach Antworten könnte möglicherweise ein Blick in die Geschichte helfen. Denn ganz und gar neu ist die Situation in Deutschland nicht. Schon in der Nachkriegszeit mussten Millionen Flüchtlinge integriert werden - die Vertriebenen aus den östlichen Gebieten des ehemaligen Deutschen Reiches. Ein Unterschied zur Gegenwart ist natürlich, dass heute nicht Deutsche kommen, sondern Menschen aus anderen Kulturen, was das Ganze nicht einfacher macht. Erstaunlich ist allerdings, dass damals in vielfacher Hinsicht identische Abwehrreflexe vorherrschten - und dass das Thema mit dem Leitmotiv "Wir schaffen das!" angegangen wurde. Das zeigt ein Forschungsprojekt, das vielfältige Hörfunkberichterstattung aus der Nachkriegszeit auswertete.

Was bedeutet Migration aus persönlicher und politischer Perspektive, welche Rolle spielt die Medienberichterstattung damals und heute? Darüber diskutieren mit Moderatorin Rebecca Link: Hans-Ulrich Wagner, Medienhistoriker, einer der Autoren des Forschungsprojekts. Isabel Shayani, WDR-Journalistin, Expertin und Tagesthemen-Kommentatorin zum Thema. Uwe-Karsten Heye, ehemaliger Regierungssprecher, Gründer des Vereins "Gesicht zeigen!", der als Kind selbst eine dramatische Fluchtgeschichte erlebte. Abbas Khider, Schriftsteller, der im Jahr 2000 als politischer Flüchtling aus dem Irak nach Deutschland kam.

Redaktion: Florian Quecke

Bibliographischer Hinweis:

"Flucht und Vertreibung im Rundfunk. Tondokumente aus den Jahren 1945 bis 1960“. Die CD zum Forschungsprojekt kann gegen Zusendung eines frankierten Rückumschlags kostenfrei unter folgender Adresse bestellt werden: Hans-Bredow-Institut, Rothenbaumchaussee 36, 20148 Hamburg

WDR 5 Spezial: Ankommen in Deutschland gestern und heute

WDR 5 | 03.10.2018 | 54:33 Min.

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Stand: 25.09.2018, 11:10