Comicszene Köln - wer ist das überhaupt?

Comicszene Köln - wer ist das überhaupt?

Sie deuten die Zeichen der Zeit und entführen ihr Publikum in die Epizentren des Alltags, die Comiczeichner*innen Kölns. Sie lesen aus Graphic Novels, geben Einblicke ins Handwerk und "kritzeln" live. Doch wer gehört zur Szene und was treibt diese Künstler um?

(v. li) Jacci Ullmann, Jacquie Mundri, Ebru Erdoǧan und Martin Böer

Eine Scheibe, drei Farben, viele Striche. (v.li) Jacci Ullmann, Jacquie Mundri, Ebru Erdoǧan und Martin Böer sind befreundet. Sie machen Comics, wissen, dass das Fenster eine Scheibe ist, um die sich alles dreht.

Eine Scheibe, drei Farben, viele Striche. (v.li) Jacci Ullmann, Jacquie Mundri, Ebru Erdoǧan und Martin Böer sind befreundet. Sie machen Comics, wissen, dass das Fenster eine Scheibe ist, um die sich alles dreht.

Die vier Profis planen, wie sie das Publikum hinter die Scheibe locken. Im Filmverleih Traumathek trifft sich die Kölner Comicszene anlässlich der 1. Kölner Literaturnacht am 4. Mai 2019.

Der phantastische Kosmos der Zeichnerin Jacquie Mundri. Sie gehört zur Szene. Comics findet sie cool, eine Zukunft ohne Strips und Panels kann sich die Studentin an der Akademie für Gestaltung ecosign nicht vorstellen.

Ebru ist das Alter Ego von Ebru Erdoǧan. Sie ist ebenfalls ecosign-Studentin. Ihr Alter Ego lässt sie auf der Scheibe spazieren, mit einem haarigen Monstrum auf der Schulter namens Pech, das Ebru nicht loslässt.

Graphik Designerin Jacci Ullmann hat einen Plan. Zwischen Ebru, Pech und wilden Tieren sollen Lettern tanzen. Texte, die für die Nacht der Nächte werben. Gelesen wird "normal", geschrieben spiegelverkehrt.

Comicnacht-Initiator Leo Leowald hält Zwiesprache mit seinem Alter Ego im Hinterzimmer der Traumathek. Hier ist die Kölner Comicszene zu Gast. "Die gibt es doch gar nicht!", sagt Leo Leowald.

Es gibt keine Kölner Comicszene?! "Ihre Existenz ist nur eine Behauptung." Das wird hoffentlich am 4. Mai 2019 ein für allemal geklärt. Und wer Leo Leowald zu nahe tritt, endet als Figürchen.

Wer in die Traumathek kommt, wird belohnt. Jacci Ullmann findet die richtigen Lock-Worte, mit Flüssigkreide und Handlettering, also gemalten Buchstaben.

Durchs Handlettering kriecht ein Bücherwurm. Sein Schöpfer Martin Böer ist Dozent und ein begnadeter Comic-Zeichner.

Sie spielen sich Bälle und Striche zu. Am Schaufenster agieren vier Kreative, die sich inspirieren und ergänzen. Ob sie vielleicht die Kölner Comicszene sind? Klar, sagen sie. "Spätestens jetzt sind wir es."

Er bereitete die Plattform für das Comicevent. Leo Leowald initiierte die einzige Comicveranstaltung der 1. Kölner Literaturnacht. Er selbst ist Dozent an der ecosign-Akademie und Schöpfer von Zwarwald, einem Endloscomic im Internet.

Comic-Kino im Hinterzimmer der Traumathek. Leo Leowalds Freund Harald "Sack" Ziegler (re.) ist Teil der Schnabelwesen-Welt. Bei ihren gemeinsamen Auftritten spielt der Multiinstrumentatlist und Sänger unter anderem auf einer zitronengelben Schnabel-Tröte.

Den richtigen Ton treffen. Leo Leowald und Harald "Sack" Ziegler sind ein eingespieltes Team. Immer wieder machen sie den Kinosalon der Traumathek zur multimedialen Bühne.

Den richtigen Nerv treffen. Die Truppe kreiiert auf dem Schaufenster die Visitenkarte für die Comicnacht, an der Nahtstelle zwischen öffentlichem und intimem Raum.

Die Szene kann kommen. (v.li) Jacci Ullmann, Jacquie Mundri, Ebru Erdoǧan und Martin Böer sitzen vor ihrem Gemeinschaftswerk und halten Ausschau. Etwa nach der Kölner Comicszene?

Stand: 30.04.2019, 10:12 Uhr