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Mystisches Salzburg

Mystisches Salzburg

In der Stadt an der Salzach gibt es neben den bekannten Touristenattraktionen auch dunkle Legenden. Unerklärliche Katakomben und mystische Nächte, in denen die "Wilde Jagd" stattfindet. Sie ereignet sich in der Adventszeit rund um den Untersberg.

Sonnenuntergang von der Festung Hohensalzburg fotografiert.

Bis 1806 war Salzburg ein Kirchenstaat, der von örtlichen Fürstbischöfen regiert wurde. Sie herrschten rund 1000 Jahre uneingeschränkt, da es keine Trennung zwischen Kirche und Staat gab. Noch heute spielt der römisch-katholische Glaube in der Stadt eine sehr wichtige Rolle.

Bis 1806 war Salzburg ein Kirchenstaat, der von örtlichen Fürstbischöfen regiert wurde. Sie herrschten rund 1000 Jahre uneingeschränkt, da es keine Trennung zwischen Kirche und Staat gab. Noch heute spielt der römisch-katholische Glaube in der Stadt eine sehr wichtige Rolle.

Wer Salzburg von oben betrachtet, sieht dutzende Kirchen. Insgesamt sind es gut 50 – bei gerade einmal 150.000 Einwohnern.

Morgens, wenn der Frühnebel über der Stadt liegt, wirkt die Stadt mystisch. Er dämpft die Geräusche und verbirgt die Menschen. Im Nebel fällt es leicht, an mystische Erzählungen zu glauben. Dinge, die mit dem Verstand nicht zu ergründen sind, scheinen plötzlich möglich.

Viele Besucher empfinden diese Statue , die am Salzburger Dom steht, als unheimlich. Sie fühlen sich an den Sensenmann oder die "Ringgeister" aus "Herr der Ringe" erinnert. Geschaffen wurde sie von der Prager Künstlerin Anna Chromy, die u.a. Mozarts "Don Giovanni" als Inspiration nannte.

Kloster und Friedhof von St. Peter zählen zu den Touristenmagneten in der Altstadt von Salzburg. Die Altstadt ist von der Unesco als Welterbe ausgezeichnet und beherbergt viele Prachtbauten aus unterschiedlichen Jahrhunderten.

In den Arkaden auf St. Peter sind 51 Grüfte untergebracht. Sie dürfen bewundert, aber nicht betreten werden. Eisengitter versperren die Eingänge und schützen die wertvollen Kunstwerke in den Grüften.

Auf dem Friedhof von St. Peter finden sich auch diese "Katakomben". Wobei der Begriff irreführend ist. Denn die schmalen, dunklen Gänge führen nach oben in den Mönchsberg. Das lateinische Wort "Catacumbas" bezeichnet eigentlich unterirdische Grabanlagen.  

Korbinian Birnbacher ist seit sechseinhalb Jahren Erzabt des Benediktinerstifts St. Peter in Salzburg. Hier steht er in einer der Höhlenkapellen der "Katakomben".

Die Festung Hohensalzburg thront über der Altstadt. Sie entstand in mehreren Bauphasen. Wann immer den autoritären Kirchenfürsten Ärger drohte, erweiterten und verstärkten sie den Bau. Der ein oder andere Erzbischof musste hier sogar Schutz vor der eigenen Bevölkerung suchen. Um 1500 erhielt die Festung ihr heutiges Erscheinungsbild.

Direkt unterhalb der Festung Hohensalzburg liegt auf einem Felsvorsprung die Benediktinerinnenabtei Nonnberg. Morgens gegen 6:45 Uhr, während der Heiligen Messe, können Besucher hier ungestört den Schwestern lauschen. Und möglicherweise einen mystischen Moment erhaschen, wenn die klaren Frauenstimmen durch golden schimmernde Glasscheiben zu ihnen ins dunkle Kirchenschiff dringen.

Gleich vor den Toren der Stadt liegt der Untersberg, der vielen als mystisch gilt. Um keinen anderen Ort ranken sich in der Region so viele Sagen und Legenden. Von Zeitlöchern und Spiegelwelten ist dann die Rede. Der Dalai Lama soll den Untersberg einmal als "Herz-Chakra" Europas bezeichnet haben.

Walpurgis Schwarzlmüller organisiert über einen Verein Wanderungen und Exkursionen am Untersberg. Auch Yoga-Kurse und Klangschalen-Erlebnisse bietet sie an.

Stand: 30.11.2019, 10:04 Uhr