Schottland Highlands Schutzhütten

Bothy, Schottland

Schottland Highlands Schutzhütten

Bothies sind die Refugien in der rauen Wildnis der schottischen Highlands. Bei einem Arbeitswochenende des schottischen Berghüttenvereins kann man erfahren, was ihre Geschichte ist.

Die Schotten nennen die kleinen Häuser aus Stein einfach Bothies. Sie stehen in den entlegensten Winkeln der Highlands. Das ganze Jahr über können Wanderer und Naturliebhaber kostenlos darin übernachten.

Das Klima ist oft rau in den Highlands und schon lange wohnt niemand mehr in den ehemaligen Wildhüterhütten, die weder Strom noch fließend Wasser haben. Seit über 50 Jahren kümmern sich Freiwillige der Mountain Bothies Association darum, die Refugien in den Bergen instand zuhalten.

Wir begleiten eine Gruppe von ihnen auf ein Arbeitswochenende ganz im Norden Schottlands. Nach der Anreise mit dem Boot auf dem Loch Glendhu erfahren wir, warum es so wichtig ist, diese Häuser zu pflegen und dass die Berge nicht immer so dünn besiedelt waren. Zwischen Dachreparaturen und Streicharbeiten tauchen wir bei Tea time und Kamingesprächen am Abend ein in die spannende Geschichte der Highlands und ihrer Bewohner.

Schottland: Eine Schutzhütte in den Bergen

Das schottische Hochland ist dünn besiedelt. Viele ehemalige Schäferhütten sind verfallen. Die wenigen, die noch stehen, bieten vor allem Wanderern Schutz. Ein Freiwilligenverein hält die sogenannten Bothies instand.

Ein Kessel mit Wasser wird am Kaminfeuer langsam erhitzt.

Kein Abend ohne Kaminfeuer. Wenn es draußen zunehmend kühler wird, treffen sich die Freiwilligen vorm Kamin und tauschen Geschichten übers Wandern und die schönsten Bothies aus.

Kein Abend ohne Kaminfeuer. Wenn es draußen zunehmend kühler wird, treffen sich die Freiwilligen vorm Kamin und tauschen Geschichten übers Wandern und die schönsten Bothies aus.

Die letzte Nacht. Nachdem alle Arbeitsgeräusche und Gespräche des Tages verstummt sind, übernimmt wieder die Klangkulisse der Natur das Zepter. Nur noch das sachte Plätschern der ansteigenden Flut ist in der kleinen Bucht zu hören.

Peter entstammt in fünfter Generation einer Fischerfamilie. Seine Frau kommt aus einer Hirtenfamilie. Eine ziemlich archetypische Verbindung für die Highlands und ihre Bevölkerung.

Auf dem Weg durch die Highlands trifft man immer wieder auf die Zeugnisse der schottischen Geschichte. Selbst die Ruinen wirken vor der beeindruckenden Landschaft noch pittoresk.

Berge, Flüsse und Täler tragen noch immer gälische Namen. Ortsschilder sind zweisprachig ausgewiesen, auch wenn nur noch etwa zwei Prozent der Schotten gälische Muttersprachler sind.

Die Glendhu-Bothy wurde 1888 erbaut. Nur zu Fuß oder per Boot ist sie zu erreichen. Die nächste Straße liegt fast zehn Kilometer entfernt.

Die Mountain Bothies Association (MBA) wurde 1965 gegründet und widmet sich seitdem der Instandhaltung von über 100 Schutzhütten in Großbritannien. Die meisten davon stehen in Schottland.

Robert Barton koordiniert nicht nur den Arbeitseinsatz, er legt auch selbst gern Hand an. Seit 35 Jahren unterstützt er die Arbeit der Mountain Bothies Association.

Anytime is teatime. Das gilt auch im hohen Norden Großbritanniens. Während einer Arbeitspause genießen die Freiwilligen das ungewöhnlich gute Wetter.

Autoren: Etienne Roeder und René Wilbrandt
Redaktion: Beate Wolff