Samos – ein Rohdiamant am Rand Europas

Blick auf den Hafen von Pythagorio auf Samos

Samos – ein Rohdiamant am Rand Europas

Spektakuläre Landschaften, ein reichhaltiges Angebot für Kulturinteressierte, exzellente lokale Spezialitäten – die griechische Insel Samos hat für jeden etwas zu bieten.

"Samos ist die große Unbekannte unter den griechischen Inseln", sagt unser Reporter Ulrich Noller, der die Insel regelmäßig besucht und auch in diesem Jahr den kompletten August dort verbracht hat. Die achtgrößte der gut 3000 griechischen Inseln mit ihren rund 30.000 Einwohnern ist seit den 1980er Jahren touristisch gut erschlossen; trotzdem hat sie nie die Popularität etwa von Kreta oder Rhodos erreicht.

Samos hat eine faszinierende bergige Landschaft, im Frühjahr und im Herbst kommen deshalb auch viele Wanderer hierher. Wenn man die Insel nicht kennt, wirkt sie erstmal etwas kantig, aber dieser Eindruck täuscht, meint Ulrich Noller: "Hart, aber herzlich, so würde ich das sagen. Wer sich ein bisschen auf diese Insel einläßt, wird reich belohnt. Menschlich – aber vor allem auch an Eindrücken. Unglaubliche Landschaften!"

bunte Muster in eine Straße in Pythagorio

Zur Abwechslung bieten sich kulturelle Events wie das Open Air-Festival von Ireon und viele historische Stätten zur Besichtigung an – etwa ein einzigartiger Tempel zu Ehren der Göttin Hera, die Höhle des Pythagoras, das Weltkulturerbe-Hafenstädtchen Pythagorion mit dem begehbaren Eupalinos-Tunnel, der im 6. Jahrhundert gebaut wurde, um die Wasserversorgung der Stadt auch im Belagerungsfall zu sichern.

Kulinarisch hat die Insel alle Varianten der griechischen Küche zu bieten; mit etwas Glück findet man eine Taverne, deren Besitzer Traditionelles originell modernisieren. In vielen Orten sind noch einige Fischer aktiv, deren Fang in entsprechend gekennzeichneten Lokalen zubereitet wird. Samos ist vor allem bekannt für seine schweren edelsüßen Weine, einige davon genießen Weltruhm; daneben gibt es aber auch eine sehr gute Auswahl an hervorragenden trockenen Weinen.

Autor: Ulrich Noller
Redaktion: Claudia Dammann