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Reise ins Herz von Indien

Reise ins Herz von Indien

Von Katharina Nickoleit

In Indien steht der weltberühmte Tempel Khajurao mit seinen exquisiten Steinmetzarbeiten. Die Pilgerstadt Varanasi liegt am Ganges. Dort findet jeden Abend die große Ganga Aarti, eine Zeremonie zu Ehren des Flusses, statt.

Frauen auf den Treppen vor dem Tempel Khajurao

Früh am Morgen, bevor die Sonne brennt und die große Hitze einsetzt, kommen die Dorfbewohner in die weltberühmten Tempel von Khajurao, um dort ihre Gebete zu verrichten.

Früh am Morgen, bevor die Sonne brennt und die große Hitze einsetzt, kommen die Dorfbewohner in die weltberühmten Tempel von Khajurao, um dort ihre Gebete zu verrichten.

Die Tempel wurden um das Jahr 1000 n. Chr. errichtet. Mit ihren exquisiten Steinmetzarbeiten gehören sie zu den schönsten Andachtsstätten der Welt.

Erst bei genauerem Hinsehen entdeckt man zwischen den tausenden von Reliefbildern die erotischen Darstellungen, die die Tempel von Khajurao weltberühmt machen.

Die Tempel von Khajurao gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Weil sie weit abseits der üblichen Reiseroute liegen, werden sie nur von wenigen Touristen besucht.

Varanasi am Ganges ist die heiligste Stadt Indiens. Sie wurde 1.200 v. Chr. gegründet und ist eine der am längsten durchgehend bewohnten Siedlungen der Welt.

An den Ufern des Ganges finden sich Gebäude aus verschiedenen Jahrhunderten. Alle haben Treppen ("Ghats"), die zum als heilig geltenden Ganges hinab führen.

Als heilige Stadt ist Varanasi Indiens wichtigstes Pilgerziel. Nach dem Gebet in einem Tempel gehört eine Bootsfahrt auf dem Ganges für die Gläubigen unbedingt zur Wallfahrt dazu.

Sadhus, als heilig geltende Männer, sitzen den ganzen Tag an den Ufern des Ganges und meditieren. Sie leben von Spenden, die sie von den zahllosen Pilgern erhalten.

Ein Trauerboot auf dem Weg zu einer der Treppen, auf der die Toten verbrannt werden. Wer in Varanasi stirbt, so heißt es, entkommt dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburten und geht direkt ins Nirwana ein.

Angeblich sind die Feuer am rußgeschwärzten Manikanika-Ghat seit Jahrhunderten nie erloschen. Sie sollen die Verstorbenen von den Sünden reinigen. Nach der Verbrennung wird die Asche in den Ganges gestreut.

Jeden Abend findet am Hauptghat von Varanasi die große Ganga Aarti, eine Zeremonie zu Ehren des Flusses, statt. Dazu finden sich allabendlich hunderte Pilger ein, die von Land und von Booten aus zuschauen.

Ein junger Priester geht mit gesegnetem Feuer aus dem Tempel durch die Reihen der Gläubigen. Touristen aus dem Ausland sind willkommen und werden umstandslos mit gesegnet.

Stand: 23.10.2019, 12:45 Uhr