Wie der Moselwein Karl Marx zum Kommunisten machte

Trier

Wie der Moselwein Karl Marx zum Kommunisten machte

Am 5. Mai 2018 jährt sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal, und seine Geburtsstadt würdigt mit ihm einen der größten deutschen Denker. In Trier hat sich Hannelore Hippe auf seine Spuren begeben.

Trier ist die älteste Stadt Deutschlands, das ist bekannt. Schon die Römer ließen sich vor gut 2000 Jahren an der milden Mosel nieder und bauten nicht nur einen großen schwarzen Triumphbogen, den man heute noch bestaunen kann, sondern befanden das Moseltal als optimal für den Weinanbau. Dies erwies sich als nachhaltig, vorausschauend und von Erfolg gekrönt. Es überzeugte dann auch die Kirchenfürsten, die Trier danach zu ihrem Zentrum machten und einen imposanten Dom hinterließen.

Trevis, das gute alte Trier, an der Grenze zu Luxemburg und Frankreich, besticht den Besucher jedoch heutzutage nicht nur durch antike Steinwunder, mittelalterliche Pracht und herrliche Weine, die man überall probieren kann, nein, in diesem Jahr gibt es noch einen ganz besonderen Grund, sich nach Trier auf zu machen: der berühmteste Sohn der Stadt hat Geburtstag. Karl Marx wird zweihundert Jahre alt und das feiern die Trierer, wie es sich an der Mosel gehört: ausführlich und auch schon mal feuchtfröhlich. Dass das Karl Marx gefallen hätte, das weiß man. Schließlich spielte der Wein in seinem Leben und, wie man jetzt weiß, auch in seinem Werk eine wichtige Rolle. Hannelore Hippe hat sich bei den Vorbereitungen zum Jubiläumsjahr in Trier nach Marx und dem Wein umgesehen.

Autorin: Hannelore Hippe
Redaktion: Ursula Daalmann

Wie Moselwein Marx zum Kommunisten machte

WDR 5 | 05.05.2018 | 20:48 Min.