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Jordanien: Ein Königreich für einen Urlaub

Jordanien: Antikes Petra, hippes Amman

Jordanien: Ein Königreich für einen Urlaub

Das Königreich Jordanien zählt zu den zehn weltweit "faszinierendsten Reisezielen 2019", so die Macher des Reiseführers "Lonely Planet". Das friedliche Land im Nahen Osten beeindruckt durch seine Vielfalt.

Schroffe Felsen, eine enge Schlucht und das legendäre Schatzhaus: Petra bietet ganz großes Kino und kommt einem deshalb auch irgendwie bekannt vor. Die verlassene Felsenstadt aus der Antike war Kulisse für eines der Kino-Abenteuer von "Indiana Jones". Die wahren Helden sind aber die Nabatäer, die die prächtige Stadt vor mehr als 2000 Jahren in den Fels geschlagen haben, inzwischen UNESCO-Weltkulturerbe.

Petra ist ein Muss für alle Jordanien-Besucher und auf jedem Reiseprospekt oben auf. Doch neben den antiken Schätzen und seinen Badestränden am Roten Meer hat das Königreich noch mehr zu bieten. In der Hauptstadt Amman beeindruckt vor allem die junge Kulturszene. Sowohl in der Musik, als auch in Graffiti lässt sie orientalische Tradition und Moderne zu einem bunten Mix verschmelzen.

Autorin: Cornelia Wegerhoff
Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Jordanien – Vielfalt des Orients

Vom UNESCO-Weltkulturerbe Petra zur modernen Hauptstadt Amman: Jordanien bietet Reisenden atemberaubende Landschaften, antike Schätze, Badestrände und eine junge Kulturszene.

Jordanien: Antikes Petra, hippes Amman

Jordaniens meistbesuchtes Ziel ist die antike Felsenstadt Petra mit dem sogenannten Schatzhaus. Der Grabbau wurde vor über 2000 Jahren vom Volk der Nabatäer in den Stein gemeisselt, eine Hollywood-reife Filmkulisse. "Indiana Jones" war auch schon da.

Jordaniens meistbesuchtes Ziel ist die antike Felsenstadt Petra mit dem sogenannten Schatzhaus. Der Grabbau wurde vor über 2000 Jahren vom Volk der Nabatäer in den Stein gemeisselt, eine Hollywood-reife Filmkulisse. "Indiana Jones" war auch schon da.

Zum Schatzhaus gelangen die Besucher durch den Siq, eine mehr als ein Kilometer lange Schlucht. Wind und Wetter haben bizarre Formen in den Fels geschliffen. Lawrence von Arabien schrieb nach seinem Besuch begeistert: "Petra ist der herrlichste Ort der Welt."

Per Kamel-"Taxi" zur Felsenstadt.  In der Hochsaison herrscht in Petra Massentourismus. Wer das UNESCO-Weltkulturerbe in ruhigerer Atmosphäre genießen möchte, sollte über Nacht bleiben und seine Besichtigung früh morgens beginnen.

Der Weg zum "Qasr al-bint", dem sogenannten Mädchenschloss. Die antiken Ruinen verteilen sich auf mehr als 40 Quadratkilometer. Petra war einst die Hauptstadt der Nabatäer. Das Nomadenvolk entwickelte sich ab dem 3. Jahrhundert vor Christus zu einer orientalischen Handelsmacht.

Gut handeln kann auch Hind, die auf antiken Treppenstufen ihre selbstgenähten Puppen anbietet. Sie gehört zu den 25 Beduinenfamilien, die in einem Dorf in der Nähe von Petra wohnen. Früher lebten sie in Zelten und Felshöhlen direkt zwischen den antiken Monumenten.

Warten auf die nächste "Kundschaft": Dieser junge Beduine "parkt" mit seinem Esel in Sichtweite der Königsgräber. Überall in Petra führen kleine Pfade auf die Berge hinauf. Wer tausend Stufen schafft, hat vom "Deir", dem Kloster, den besten Blick auf die antike Felsenstadt.

Das Kontrastprogramm zum beschaulichen Petra: Jordaniens Hauptstadt Amman. Das weiße Häusermeer hat sich längst über mehr als sieben Hügel ausgebreitet. Im Großraum von Amman leben inzwischen rund vier Millionen Menschen.

Auch Amman hat antikes Kulturerbe zu bieten: Auf dem Zitadellenhügel zum Beispiel die Überreste eines römischen Tempels, der wohl dem Gott Herkules gewidmet war. Zwischen den Ruinen hat man einen hervorragenden Blick auf die Altstadt …

… und auch auf das römische Theater von Amman. Es stammt aus dem zweiten Jahrhundert nach Christus und wird auch in der Moderne für Kulturveranstaltungen unter freiem Himmel genutzt.

Auch Tareq Jundi gibt vor der antiken Kulisse regelmäßig Konzerte. Der jordanische Musiker spielt virtuos auf der Oud und verbindet in seinen Kompositionen alt und neu, traditionelle Klänge und modernen Jazz.

Amman ist die Heimat einer jungen, bunten Kulturszene. Die Street-Art-Künstler nehmen bei ihren Graffiti auch Bezug auf die jordanischen Traditionen. Hier ist ein Derwisch-Tänzer zu sehen.

Jedes Jahr im Frühling findet in Amman das Baladak-Festival statt, zu dem einheimische und ausländische Street-Art-Künstler eingeladen werden. Die Libanesin Yazan Halwani malte eine haushohe Schaufensterpuppe in traditioneller Kleidung.

Die jordanische Künstlerin Dalal Metwalli zeigt "die Frau in uns allen", wie die 20-Jährige erklärt. Wie so viele Frauen im Land trage sie ein schwarzes Gewand. Die bunten Farben symbolisierten, wie vielfältig ihr Charakter sei.

Abschluss-Essen: Im Restaurant "Hashem" gibt es rund um die Uhr frische Falafel. Sogar der jordanische König kommt regelmäßig vorbei, um sich die orientalische Spezialität servieren zu lassen. Ein Königreich für einen Teller frischer Falafel!

Jordanien: Ein Königreich für einen Urlaub

WDR 5 Mit Neugier unterwegs - Das Reisemagazin 27.04.2019 21:21 Min. WDR 5 Von Cornelia Wegerhoff

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