Die heiligen Stätten des Issyk-Kul

Die heiligen Stätten des Issyk-Kul

Von Anke Ulke

Das Land Kirgistan ist reich an beeindruckender, wilder Natur, an hohen, schneebedeckten Bergen, riesigen Hochebenen, klaren Flüssen und Seen. Der Glaube an die Beseeltheit der Natur ist hier stark verwurzelt und wird an "Heiligen Stätten" gelebt.

mit Pflanzen bewachsener Uferbereich des Issyk-Kul

Der Issyk-Kul, der "heiße See", ist der zweitgrößte Gebirgssee der Erde. Er liegt in 1.600 Metern Höhe, ist mit über 6.200 Quadratkilometern zwölfmal so groß wie der Bodensee und bis zu 700 Meter tief. Manche Uferbereiche sind Schutzgebiete für unzählige Zugvögel im Frühjahr und Herbst.

Der Issyk-Kul, der "heiße See", ist der zweitgrößte Gebirgssee der Erde. Er liegt in 1.600 Metern Höhe, ist mit über 6.200 Quadratkilometern zwölfmal so groß wie der Bodensee und bis zu 700 Meter tief. Manche Uferbereiche sind Schutzgebiete für unzählige Zugvögel im Frühjahr und Herbst.

Badespaß am Issyk-Kul gab es schon zu Sowjetzeiten. Das Baden und Schwimmen im Issyk-Kul ist ein Sommervergnügen für alle und bei großer Sommerhitze eine willkommene Abkühlung. Selbst im Herbst kann man noch schwimmen gehen und im Winter friert der See nicht zu.

Die Heilige Stätte "Manshuly Ata", die auf dem Weg nach Karakol, am Südufer des Issyk-Kul liegt, ist die bekannteste und darf auch von Touristen besucht werden. Respektvolle Verhaltensregeln, wie lange Hose und Kopfbedeckung tragen, sind selbstverständlich.

Umay Ene (Mutter Umay) – ist die erste der heiligen Quellen in Manshuly Ata. Das Wasser hier ist kühl und klar und schmeckt leicht nach Schwefel. Es soll bei Ekzemen und Allergien helfen und auch gut gegen Stress und für innere Balance sein.

Der Weg zur Heiligen Quelle May Bulak (öliges Wasser) im Tal des Karakol-Flusses führt steil bergauf und ist vermutlich Teil der Therapie. Denn das frische, klare, kühle Wasser soll bei Nervenleiden und Bewegungsproblemen helfen.

Alle Besucher trinken vom erfrischenden Quellwasser und füllen es in mitgebrachte Flaschen und Kanister, bevor sie sich für ihre Zeremonie vorbereiten.

Das Medium Gulkair Tilekasieva und die Gruppe diskutieren, wo sie mitgebrachte Baumwolltücher am besten auslegen, damit sie die positive Energie von May Bulak aufnehmen können.

In Karakol verkauft die Firma "Issyk-Kul Brand" in ihrem kleinen Geschäft auf der Hauptstraße heimische Produkte, die in umliegenden Dörfern überwiegend von Frauen gefertigt werden. Der Verkauf ist für die Frauen ein wichtiges zusätzliches Einkommen.

In der Verwaltung von "Issyk-Kul Brand" werden unter anderem Filzprodukte zur Probe hergestellt. Eine Mitarbeiterin zieht den Filz für eine Tasche.

Beim Aufstieg zum Hochgebirgssee Ala-Kul, der auf 3.600 Metern Höhe liegt, muss schweres Gelände durchquert werden. Gerölllawinen, die im Winter heruntergekommen sind, erschweren den Aufstieg immer wieder.

Der Fluss Kurgak Tor tobt reißend durch die wilde Natur und ist (fast) ständiger Begleiter beim Aufstieg. Einen Fehltritt kann man sich hier nicht erlauben.

Von den vielen Wildtieren in Kirgistan hört man die Murmeltiere am häufigsten. Manchmal sieht man sie sogar ganz nah. Mutter und halb erwachsenes Kind auf dem Weg zum Abendessen.

Aus beinahe 4.000 Metern Höhe ist der Blick am Morgen auf den Hochgebirgssee Ala-Kul wunderbare Aussicht und Belohnung für den anstrengenden Aufstieg zugleich. Im Hintergrund sind 5.000 Meter hohe Berge zu sehen: Pik Karakol, Dshigit und Oguz-Bashi.

Stand: 22.12.2017, 10:28 Uhr