Grindelwald – Zwischen Eiger und Schreckhorn

Ein weißer Glätscher schlängelt sich wie ein Fluss zwischen zwei Bergen hindurch, im Vordergrund eine schweizer Flagge

Grindelwald – Zwischen Eiger und Schreckhorn

Der kleine Touristenort Grindelwald ist umgeben von Naturgewalten. Von hier geht es mit der Bahn aufs Joch zwischen Eiger, Mönch und Jungfrau, inklusive berüchtigter Nordwand. Reporter Andreas Burman hat sich zu Fuß in die Berge getraut.

Grindelwald im Berner Oberland in der Schweiz ist das kleine, geschäftige Zentrum inmitten von berühmten Viertausender-Bergen. Von hier aus machen sich Bergsteiger, Wanderer, Ski-Begeisterte, Abenteurer und Touristen auf in die spektakuläre Umgebung. Seine Lage mit Blick auf die berüchtigte "Mordwand" des Eigers hat den Ort im Berner Oberland zum gefragten Reiseziel gemacht. Spätestens seit 1936, als der Versuch der beiden Deutschen Hinterstoißer und Kurz, den Eiger erstmals durch die Nordwand zu besteigen, in einem tödlichen Drama endete. Die Geschichte wurde 2008 von Philipp Stölzl verfilmt. Die Zahnradbahn bringt Besucher heutzutage sicher auf das Jungfraujoch, von wo aus die Berge, aber auch die Folgen des Klimawandels zu sehen sind.

Auf der Gegenseite des Eigers geht es ruhiger zu. Hier steht, etwas versteckt und von Bebauung und Overtourism verschont, der pyramidenförmige Berg Schreckhorn. WDR 5 Reporter Andreas Burman macht sich auf den Wanderweg nach oben. In viereinhalb Stunden geht es über wilde Bachläufe in steilem Gelände über Metallleitern, Stahlklammern, Trittstifte und an Ketten entlang aufwärts. Belohnt werden Wanderer mit Blicken auf die hochalpine Bergwelt mit wuchtigen, kühnen Felswänden oder vergletscherten Gipfeln und Flanken, die immer wieder wie eine riesige Natur-Arena anzuschauen sind und den Hüttenzustieg zu einem großen Wandererlebnis machen. Das Ziel ist die Schreckhornhütte auf 2.530 Metern.

Autor: Andreas Burman
Redaktion: Valentina Dobrosavljevic

Grindelwald – Zwischen Eiger und Schreckhorn

WDR 5 Mit Neugier unterwegs - Das Reisemagazin 06.04.2019 22:03 Min. WDR 5 Von Andreas Burman

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Aufs Schreckhorn

WDR 5 Reporter Andreas Burman macht sich auf den Wanderweg nach oben auf das Schreckhorn im Berner Oberland. In viereinhalb Stunden geht es durch die Bergwelt mit Ausblick auf eine riesige Natur-Arena.

Eine Person steht an einem See am Fuße eines Berges

Am Bachalpsee oberhalb von Grindelwald im First-Gebiet.

Am Bachalpsee oberhalb von Grindelwald im First-Gebiet.

Aus der Welt von gestern - das Bellevue des Alpes, eines der letzten schweizer Grand Hotels des 19. Jahrhunderts.

Bis etwa 40° neigt sich der Schreckfirn und ist an manchen Stellen fast blank, so dass Marco zweimal mit Eisschraube sichert.

Das Schreckhorn, nördlichster Viertausender der Alpen, oberhalb von Grindelwald.

Der Eiger aus Sicht der Großen Scheidegg.

Der Erstfelder Gneis bietet durchweg besten Halt, der aber immer wieder auch erst mal gefunden sein will.

Der Grindelwaldgletscher wälzt sich vom Finsteraarhorn breit an der Schreckhornhütte vorbei.

Grindelwald mit dem Wetterhorn, für die Einheimischen der eigentliche Hausberg

Hanspeter Baumann, Chef von Eigermilch - Die Landwirtschaft ist traditionell sehr wichtig für den Ort

Im letzten Teil ist der Weg zur Schreckhornhütte ein Klettersteig mit Aluminiumleitern, Ketten und Trittstiften. Kletterabschnitte wechseln mit Gehpassagen.

Panorama auf das UNESCO Weltnaturerbe Schweizer Alpen Aletsch-Jungfrau

Unterhalb des Schreckhorns stürzt sich der Grindelwald-Gletscher talwärts