Reisereportage Amrum

Der Amrumer Leuchtturm ragt über bewachsene Dünen vor strahlend blauem Himmel

Reisereportage Amrum

Auf Amrum schippert ein einziger Krabbenfischer um die Insel, ein ganz besonderer Leuchtturm leitet Schiffen den Weg und kleine Hütten aus Treibholz am Strand erinnern an die Heimat von Robinson Crusoe.

Wer gerne alleine ist, der ist auf Amrum genau richtig. So wie Krabbenfischer Andreas Taden. Er ist der einzige Krabbenfischer der Insel. Für Fischer hat die viertgrößte nordfriesische Insel eigentlich nur Nachteile. Auf Amrum kommt Andreas Taden nur schwer an Ersatzteile und Reparatur-Material für Fischernetze und Schiff. Der Mond, Ebbe, Flut und Fangzeit bestimmen seinen Alltag. Wenn sich gerade gut fischen lässt, verbringt er auch schon mal mehrere Tage draußen auf hoher See. Zwischen 70 und 100 Tonnen Krabben fängt Andreas Taden aus der Nordsee.

Amrum hat einen der breitesten Sandstrände in ganz Europa. Lange muss man bis zum Wasser laufen, dafür ist viel Platz für Urlauber, auch wenn viele von ihnen auf der Insel sind. Wer dann beim weiten Weg zum Meer die Sonnencreme oder die Badehose vergessen hat, dem können die sogenannten Strandburgen helfen. Das sind kleine Holzhütten aus angespültem Treibholz, die sich Amrumer jedes Jahr im Sommer an der Wasserkante bauen und im Herbst wieder in ihre Bestandteile zerlegen. Getränke und Handtücher finden hier Platz und auch Badende, die vor einem Regenschauer oder Sturm kurz Schutz suchen. So schön die Insel, so unberechenbar auch die Gezeiten. Orientierung gibt das Wahrzeichen der Insel, der Amrumer Leuchtturm: Mit 42 Metern ist er der höchste in Schleswig-Holstein und der einzige im Bundesland, der komplett rot mit nur zwei weißen Streifen gestrichen ist.

Autorin: Julia Trahms
Redaktion: Julia Lührs

Reisereportage Amrum

WDR 5 Mit Neugier unterwegs - Das Reisemagazin 16.03.2019 16:07 Min. Verfügbar bis 14.03.2020 WDR 5 Von Julia Trahms

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Stand: 16.03.2019, 10:05