NRW-Tipp: Zülpich

Landesburg Zülpich

NRW-Tipp: Zülpich

Zülpich ist eine alte Römerstadt. Und wären die antiken Herrschaftsverhältnisse andere gewesen und die Kriege ein wenig anders gelaufen, dann wäre Zülpich heute vielleicht viel bedeutender und würde sich nicht "Kleine Stadt mit großer Geschichte nennen". Und doch, obwohl es klein ist, hat es so viel zu bieten.

Ein Tag reicht zum Kennenlernen, mehrere Tage aber können gefüllt werden, zumal es auch drumherum einiges zu sehen gibt. Zu Zülpich gehören 24 Dörfer mit viel Fachwerk und auch Bauernhöfen. Diese Idylle wird übrigens auch die Toskana des Rheinlands genannt.

St. Peter mit Ziegenbock Zülpich

Ein Stopp an der Kirche St. Peter lohnt sich: ein Nachkriegsbau der 50er Jahre, aber mit einer uralten Krypta: oben Moderne, unten im Keller 11. Jahrhundert. Ein total interessanter Spannungsbogen. Renoviert wurde St. Peter zur Landesgartenschau 2014. Jetzt finden hier auch Konzerte und Veranstaltungen statt.

Auch sehr gut erhaltene römische Thermen hat Zülpich zu bieten. Tolbiakum hieß eine früher, jetzt ist sie zu einem Museum umgebaut worden, dem Museum für Badekultur. Einzigartige sind die noch erhaltenen antiken Badewannen. Im Museum selbst werden viele schöne Geschichten erzählt und Kinder können das Museum spielend erleben.

Museum für Badekultur

Zülpich hat nette Cafés, auch ein Trödel-Café, sowas kommt ja gerade schwer in Mode. Für den Sommer hat Zülpich auch einen Strand, Braunkohle sei Dank, sagen die Zülpicher, eines der Baggerlöcher wurde zum Sportsee umfunktioniert.

Autorin: Irene Geuer
Redaktion: Marion Grob