NRW-Tipp: Wipperfürth

Neyetalsperre Wipperfürth

NRW-Tipp: Wipperfürth

Im Bergischen Land hat die Stadt Wipperfürth einen fast mythischen Ruf. Die älteste Stadt in der Region mit den ältesten Handelsbeziehungen und dem schönsten Umland. Wer das typisch "Bergische" sucht, ist richtig hier.

Pfarrkirche Wipperfürth

Der Marktplatz ist der älteste Platz in der ältesten Stadt des Bergischen Landes Wipperführt, mit dem Rathaus, dem Marktbrunnen und der Statue des mächtigen Landesherrn Engelbert von Berg davor. Hier beginnt der Heimatweg. "Das Schöne ist, dass er durch die Stadt führt," sagt Dirk Osberghaus, Hansebeauftragter der Stadt und in seiner Freizeit Stadtführer, "durchs Tal der Wupper, geht wieder auf die Höhen, durch einige Hofschaften und führt später wieder über alte Handelswege zurück in die Stadt." Mehr als drei Stunden dürften Wanderer für diesen Rundweg brauchen, der auch an der romanischen Pfarrkirche Sankt Nikolaus vorbei führt. Drinnen: eines der ältesten erhaltenen Taufbecken, aus Blei gegossen, aus dem 13. Jahrhundert. Der Kirchturm ist ein Wahrzeichen der Stadt.

Alte Tradition – neu erfunden

Kunstwerk an der Wupper

Das zweite steht an der Wupper: ein Schornstein aus roten Ziegeln. Er gehört zum Lampenhersteller Radium. Hier wurde Wolfram zu dünnen Drähten gezogen, bis Halogen- und LED-Leuchten den Markt eroberten. Die Alte Drahtzieherei stand lange leer, bis eine Bürgerstiftung daraus ein Kulturzentrum gemacht hat. "Wir haben hier in der Alten Drahtzieherei 30.000 bis 50.000 Besucher im Jahr." So der Geschäftsführer des Kulturzentrums, Harald Klinke. "Aber Wipperfürth hat nur 22.000 Einwohner!" Vor der Alten Drahtzieherei verliefen früher Bahnschienen. Heute ist dort ein Rad- und Wanderweg. Mitten auf dem Radweg, an einer hübschen alten Bahnbrücke, fällt ein Kunstwerk ins Auge: Ein großer Stein aus bergischer Grauwacke, auf Resten der Bahnschienen. In den Stein hat der Künstler Mirza Atug Gesichter eingraviert, wie in einem antiken Relief. Vor fast 50 Jahren ist er aus der Türkei nach Wipperfürht gekommen und wohnt direkt an der Wupper. 

Technikwunderwerk Neyetalsperre

An der Wupper in Wipperfürth

Der Weg führt weg von der Wupper, steigt an ins grüne Umland. Unser Ziel ist die Neye-Talsperre. Sie versorgt die Region mit Trinkwasser. Ein ganzes Wegenetz verläuft rund um die Talsperre. Die fast 300 Meter lange Staumauer aus Bruchstein beeindruckt viele Wanderer, ein Technikwunderwerk sondergleichen. Von der Talsperre geht es wieder in Richtung Wipperfürth, durch hübsche Ortschaften, vorbei an Höfen. Bis man wieder auf dem Wanderweg an der Wupper landet.

Autor: Helge Rosenkranz
Redaktion: Marion Grob

NRW-Tipp - Wipperfürth

WDR 5 Mit Neugier unterwegs - Das Reisemagazin 10.11.2018 05:14 Min. Verfügbar bis 08.11.2019 WDR 5

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