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NRW-Tipp: Werl

Krämergasse Werl

NRW-Tipp: Werl

Zwischen Sauerland, Ruhrgebiet und Hellwegbörde liegt Werl - umgeben von Feldern und Wiesen. Von Weitem sind die Doppeltürme der Basilika zu sehen. Die Stadt ist auch Wallfahrtsort, hat viel zu bieten.

Basilika in Werl

"Basilica minor" – diesen päpstlichen Ehrentitel trägt die Werler Basilika. Stadtführer Tobias Gebhardt erklärt gerne die Geschichte der Wallfahrtskirche und das Gnadenbild der Gottesmutter Maria. Ein absoluter Hingucker: Die golden schimmernde Figur aus dem 12. Jahrhundert steht links vom Altarraum. Auf ihrem Schoß sitzt Jesus. Der Stadtführer deutet zur Südseite der Kirche: "Ein Geheimtipp ist der Kreuzwegplatz draußen. Wir haben hier die 14 Kreuzwegstationen, teilweise in historischen Grotten, wir haben die uralten Bäume, es ist also wie eine Kirche unter freiem Himmel."

Völker der Welt in Werl

Nebenan lohnt sich unbedingt ein Besuch im Museum "Forum der Völker". Mit 15.000 Exponaten aus aller Welt ist es eines der bedeutendsten Völkerkundemuseen Deutschlands, ein Kaleidoskop der Weltkulturen. Franziskaner-Pater Reinhard Kellerhoff hat es aufgebaut. Schon gleich in der Eingangshalle des Museums kommt man aus dem Staunen nicht heraus: Mannshohe Statuen mit mehreren Köpfen und Armen und prächtig verzierte Möbel. Diese Exponate wurden vor der chinesischen Kulturrevolution Mao Zedongs gerettet. Der hatte vor über 50 Jahren jahrtausendalte Kulturgüter als dekadent zerstören lassen.

Die "Westfälische Mona Lisa"

Die "Westfälische Mona Lisa"

Dass im Pariser Louvre das weltberühmte Gemälde der Mona Lisa hängt, ist ja bekannt. Aber dass es in Werl, im Haus Rykenberg, das Westfälische Pendant gibt – wer weiß das schon? Und zwar in der Gemäldegalerie von Heinrich von Rustige. "Eines seiner Werke habe ich die Werler Mona Lisa getauft," sagt Tobias Gebhardt. "Weil wir auch nicht genau wissen, wer sie ist." Recherchen ergaben, dass die geheimnisvoll lächelnde Frau die Tochter von Johann Maria Farina aus Köln sein könnte, dem Erfinder des Eau de Cologne. Anders als in Paris muss man nicht Schlange stehen und darf sie sogar fotografieren.

Weitere Informationen:

Autorin: Elfie Schader-Dittrich
Redaktion: Marion Grob

Stand: 14.07.2018, 10:05