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NRW-Tipp: Solingen

Blick auf den historischen Marktplatz von Solingen-Gräfrath

NRW-Tipp: Solingen

Die 75 Kilometer des Klingenpfades rund um Solingen läuft man am besten in Etappen. Der Pfad bietet eine einzigartige Mischung aus Natur, historischer Bausubstanz, Industriegeschichte und Touristenmagneten.

Wagons der Bergischen Museumsbahn

Der Klingenpfad beginnt auf dem Marktplatz in Solingen-Gräfrath. Nur wenige historische Stadtkerne sind so gut erhalten wie dieser. Eine Treppe führt vorbei an Fachwerkhäusern und endet an der Klosterkirche, direkt neben dem Deutschen Klingenmuseum. Schon bald verläuft der Klingenpfad entlang der Wupper, es geht über eine Stahlbrücke in Wuppertal-Kohlfurth zur Bergischen Museumsbahn. Im Sommer fährt die Bahn an den Wochenenden durch das Kaltenbachtal und über steile Rampen in die Bergischen Wälder.

Müngstener Brücke bald Weltkulturerbe?

Denkmal Rüdenstein auf dem Klingenpfad

Genügend Eindrücke für eine erste Etappe. Der nächste, fünf Kilometer lange Abschnitt des Klingenpfades ist der Bekannteste: Durch die Wälder ein Auf und Ab zur Müngstener Brücke. Die über hundert Meter hohe Stahlkonstruktion ist eines der Wahrzeichen des Bergischen Landes, sie könnte sogar Weltkulturerbe werden. Bald ist der südöstliche Abschnitt des Klingenpfades erreicht, dort liegt der Balkhauser Kotten. Zusammen mit dem Wipperkotten ist er der einzige Schleifkotten in Solingen, der noch im Original erhalten ist.

Flusskrebse in der Wupper

Blick auf die Wupper vom Klingenpfad aus

Der Klingenpfad schlängelt sich weiter entlang der Wupper, führt dann zur Hofschaft Rüden. Dort können Wanderer Flusskrebse in der Wupper beobachten. Genau an der Stelle, wo vor Jahrzehnten die Chemie aus der Textilverarbeitung in Wuppertal den Fluss vergiftet hat. Dann trennen sich die Wupper und der Klingenpfad endgültig: Der Fluss mündet im Süden in den Rhein, der Pfad führt zurück nach Solingen-Gräfrath.

Autor: Helge Rosenkranz
Redaktion: Marion Grob