NRW-Tipp: Oelde - Literatur und Natur

Kulturgut Nottbeck von oben

NRW-Tipp: Oelde - Literatur und Natur

Oelde ist nicht nur eine Autobahnabfahrt auf der A2, sondern eines der westfälischen Städtchen, die Ideen hatten. Vor Jahren fand hier die Landesgartenschau statt, heute eines der interessanten Ausflugsziele der Region.

Kulturgut Haus Nottbeck

Genauso wie das ehemalige Rittergut Haus Nottbeck. Seine Geschichte lässt sich bis ins 14. Jahrhundert zurück verfolgen, heute beherbergt es das westfälische Literatur Museum. So ganz glaubt man Experten nicht, dass die Wortkunst in Westfalen ein ganzes Museum füllt. Aber es gibt sie, die Autoren mit Heimatgefühl und die westfälischen Topseller in Westfalen, Von Annette Droste Hülshoff bis Charlotte Link, auch eine Westfälin. Das Literaturmuseum Haus Nottbeck liegt mitten auf dem platten Land in Oelde-Stromberg. Es sieht eher aus wie ein großer Bauernhof mitten zwischen Feldern und Streuobstwiesen. Nach seiner Renovierung vor etwa 30 Jahren ist es zudem ein Kulturzentrum mit Cafe, Gästehaus und Studiobühne.

Westfälische Literaturgrößen

Literatur Museum Nottbeck

Beim Rundgang stößt man natürlich sofort auf Annette von Droste-Hülshoff, die wohl bekannteste westfälische Dichterin. Ernst Meister hingegen kennen nur die wenigsten, trotzdem ist er hier vertreten. Ohne ihn wäre die westfälische Literaturgeschichte nicht komplett: “Immerhin war Ernst Meister aus Hagen ein späterer Büchner Preisträger,“ sagt Geschäftsführer Walter Gödden. Ein Besuch im Literatur Museum ist wie eine Zeitreise durch die Epochen, zu erleben in futuristischen Schmöcker-Ecken mit mannshohen Buchschubern, einem überdimensionalen Radio und Video Bildschirmen zum Anklicken. Die Abteilung Literatur für Kinder bietet viel Stoff zum Schmökern, Anhören und Vorlesen lassen und eine Kreativ-Ecke.

Der Name ist Programm!

Oelde

Zur Entspannung für die ganze Familie und zum Toben lohnt sich anschließend ein Abstecher zum Vier - Jahreszeiten Park in Oelde. Im Winter ist das Freibad zwar geschlossen, aber der riesige Spielplatz ist ganzjahres-tauglich, es gibt neben der richtig großen Rutsche hohe Klettertürme und auch einen Matsch-Spielplatz. Und die alte Kramersche Mühle, hier wurde Korn gemahlen, Holz verarbeitet, Kinder können alles mit allen Sinnen erfassen. Die Mühle gleich am Haupteingang ist der beste Startpunkt für den Winterspaziergang, vorbei an einem asiatischen Garten, einem Tierpark mit putzmunteren Kängurus und dann rund um den alten Mühlteich, heute ein See mit Kaffee - Terrasse und großer Wasserfontaine, die Besucher selbst starten können..

Autorin: Angelika Gördes-Giesen
Redaktion: Marion Grob