NRW-Tipp: Münsterland

Jakobskreuzkraut

NRW-Tipp: Münsterland

Seit fünf Jahren gibt´s die Naturschutzstation des NABU südlich von Münster am Rand der "Davert". Hier starten die Natur-Genuss-Radrouten: Natur und die kulinarische Seite der Region genießen.

Jakobskreuzkraut mit Karminbär

Ann-Katrin Will, Wildkräuter-Expertin des NABU, geht mit unserer Gruppe auf Tour durch diese besondere Sandlandschaft. Je nach Standort gibt es ganz verschiedene Wildkräuter. "Was wächst hier überall in Gelb?" Fragt Will. "Ja, Johanneskraut, aber was hat lange, zerschlitzte Blätter und ist ganz weich: das ist das Jakobskraut." Beide Wildkräuter blühen gelb und kommen häufig vor in der „Hohe Ward“ rund um den Steiner See. "Es ist aber kein Badesee. Dafür gibt es ganz viel Natur, und ein ganz tolles Wegenetz zum Wandern und Rad fahren."

Lecker Disteln und Wildkräuterquiche

Natur-Genuss-Radtour NABU Münsterland

Der See ist Teil des Trinkwasser-Reservoirs von Münster. Wasser z.B. aus dem Kanal wird hier in den vielen Sandschichten der Hohen Ward gereinigt. Wir radeln weiter und landen auf Sandtrockenrasen- und Heideflächen mit reichlich Disteln. Ein stachelige Angelegenheit, aber frische Distelknospen und Stängel lassen sich als Gemüse zubereiten, auch die Blüten kann man nutzen, als Deko. Oft zu sehen: Brennnesseln, die aber lecker schmecken, sagt die Wildkräuterexpertin, genauso wie der Giersch oder die Schafgarbe. Für Ann Katrin Will sind es Delikatessen, keine Unkräuter, daher gibt es zum Abschluss eine Wild- Kräuter-Quiche für alle.

Die Davert: uriges Wald- und Sumpfgebiet

Wir fahren weiter. Der Tipp von Helmut Hövelmann, dem Leiter der NABU Station: Einfach über die Straße in die Eichenwälder der Davert. "Die Davert und die Hohe Ward sind nur durch eine Straße getrennt, aber komplett verschieden. Die Davert ist ein Wald- und Sumpfgebiet, die Hohe Ward ein Sandgebiet." Die Wälder erstrecken sich bis in den Kreis Warendorf. Hier lohnt sich noch ein Abstecher nach Telgte. Es hat einen hübschen historischen Stadtkern und das Museum für religiöse Kulturen, ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, und vor der Museums-Tür gibt's natürlich Fahrradständer.

Weitere Informationen:

Autorin: Angelika Gördes-Giesen
Redaktion: Marion Grob

Stand: 11.08.2018, 10:05