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NRW-Tipp: Lippetal

Haus Assen von oben

NRW-Tipp: Lippetal

Zwischen Soester Börde und Münsterland liegt die Gemeinde Lippetal. Die Lippe fließt hindurch, mit viel flachem Land drumherum. Der Schein trügt: Lippetal überrascht mit historischen Perlen und alten Geschichten darüber.

Ida Basilika

Sankt Ida Basilika

Diese Kirche beeindruckt schon von außen: gebaut aus einem fast weißen Stein, der bereits aus der Ferne regelrecht leuchtet, mit einem Kirchturm wie ein gespitzter Bleistift. So eine Kirche vermutet man in so einem Dorf nicht! St. Ida in Herzfeld ist 1903 als neugotische Kirche erbaut. Innen ein hochaufstrebendes Mittelschiff, farbenprächtige hohe Chorfenster, eine heitere, erhabene Atmosphäre herrscht hier.

Wasserschloss mit Atmosphäre

Nur acht Kilometer von hier liegt Lippborg. Dorthin hatten sich die Sachsen zum Schutz vor Karl dem Großen, der sie mit Gewalt christianisieren wollte, in ein Wäldchen zurückgezogen. Aus ihrer Burg entstand 500 Jahre später Haus Assen. Ein hübsches Wasserschloss, das den Baustil der Renaissance mit dem der Neugotik vereint. Haus Assen hatte über die Jahrhunderte etliche Besitzer – darunter auch die Grafen von Galen. Zehn Generationen lang. Sie und Familienmitglieder sind in der Gruft beerdigt, ihre Holzsärge aber in Beton eingefasst – der Hochwassergefahr wegen.

Das Lippetal – eine Entdeckung

Ida Skulptur

Skulptur Sankt Ida

Im Haupthaus des Schlosses hängen Ahnenporträts der von Galens. Kopien. Die Originale wurden bei Sothebys für zwei Millionen Mark versteigert, bevor das Schloss 1997 an eine katholische Ordensgemeinschaft verschenkt wurde. Sie bietet in diesem historischen Ambiente Führungen und Tage der Besinnung an.

Autorin: Elfie Schader
Redaktion: Marion Grob