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NRW-Tipp: Hopsten

Blick durch Bäume auf das von Wald umgebene Heilige Meer.

NRW-Tipp: Hopsten

Im äußersten Norden von NRW, bei Hopsten im Kreis Steinfurt, geschehen merkwürdige Dinge. Hin und wieder tut sich die Erde auf und verschlingt alles, was dort war. Ein ganzes Kloster soll so untergegangen sein. Also hin!

In dieser von Moor und Heide geprägten Gegend liegt es: das Heilige Meer bei Hopsten, das in Wirklichkeit kein Meer ist, es heißt nur so. "Vor einigen hundert Jahren hat man hier im nordwestdeutschen Bereich Binnengewässer mit süßem Wasser als Meer bezeichnet", sagt Heinrich Terlutter, Chef der Biologischen Station hier. "Das kennen wir von einer ganze Reihe anderer Gewässer auch. Wir haben das Steinhuder Meer. Es gibt das Ewige Meer. Es gibt das Zwischenahner Meer und eben auch das Heilige Meer." Es ist früh am Tag, die Morgensonne lässt das Wasser glitzern. Es ist ein unglaublich schöner, idyllischer See, der größte natürliche See in NRW.

Ein ganz besonderer See

"Alle größeren Gewässer sind vom Menschen geschaffen worden", sagt Terlutter, "als Talsperren, Stauseen, als Abgrabungsgewässer oder auch als Bergsenkungsgewässer, und dieses Gewässer ist tatsächlich natürlich entstanden." Heide dominierte die Gegend. Das ist auf alten Karten zu sehen, im Naturschutzgebiet Heiliges Meer gibt es die Reste dieser ehemals weit verbreiteten Heidelandschaft. Auch mit dem Fahrrad lässt sich diese spannende Gegend erkunden, zum Beispiel über die Moor-Route, die unter anderem ins benachbarte Recker Moor führt. Auch das ist beeindruckende Natur am nördlichen Zipfel von Nordrhein-Westfalen.

Eine Wassermühle mit Geschichte

Ein Rad der im Wald liegenden Halverder Mühle wird vom Fluss angetrieben.

Die Halverder Mühle stammt aus dem Jahr 1720.

Nächste Station ist die Wassermühle in Halverde, nicht weit vom Moor entfernt in einem Waldstück an der Halverder Aa. "Die Mühle ist schon 300 Jahre alt", sagt Hubert Overmeyer. "Die ersten Unterlagen sind von 1720, da gab es die Mühle schon und ist seither in Familienhand." Das Besondere daran: Es sind zwei Mühlen in einer. Dort, wo das Wasserrad läuft, ist die Ölmühle, und auf der linken Seite ist die Kornmühle. Die Mühle ist eine Sehenswürdigkeit, im Sommer ist hier viel los. Aber auch in Herbst und Winter zeigt Hubert Overmeyer gern die Mühle – aber bitte vorher anmelden.

Autorin: Petra Brönstrup
Redaktion: Marion Grob

NRW-Tipp: Hopsten

WDR 5 Mit Neugier unterwegs - Das Reisemagazin 04.01.2020 06:06 Min. Verfügbar bis 03.01.2021 WDR 5 Von Petra Brönstrup

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Stand: 03.01.2020, 12:11