NRW-Tipp: Angermund

Torhaus Schloss Angermund

NRW-Tipp: Angermund

Was für eine märchenhafte Umgebung: der Schlosspark Heltorf, der jedes Jahr so etwa im Mai aus dem Dornröschenschlaf erwacht und ein etwas anderer Zoo, in dem Hängebauchschweine und Hänsel und Gretel Nachbarn sind...

Rhododendren im Schlosspark von Angermund

Der Schlosspark Heltorf liegt am Rande von Angermund, einem eher ländlich gelegenen Stadtteil von Düsseldorf. Hier bin ich mit dem Revierförster der gräflichen Forstbetriebe, Klaus Weinen, zu einem Spaziergang durch den Park verabredet. "Heltorf ist ein Wasserschloss," sagt der Förster, "ist gebaut worden 1693, das heißt: die Vorburg. Und das eigentliche Schloss zwischen 1822 und 1825. Die gräflichen Familie von Spee wohnt dort." Besucher können das 54 Hektar große Areal auf rund 13 Kilometern Kieswegen erkunden. Angelegt wurde der wunderschöne Schlosspark im englischen Stil von Maximilian Friedrich Weyhe, einem der bedeutendsten Gartenkünstler des 19. Jahrhunderts. Um diese Zeit begeistern besonders die riesigen Rhododendrenbüsche, bis zu 10 Meter hoch! Park Heltorf hat die zweitältesten Rhododendren Deutschlands, sie sind etwa 200 Jahre alt, zurzeit gibt es etwa um die 120 Arten. Sie leuchten weithin, in weiß, lila, dunkelrot, gelb und leuchtend orange.

Märchenhafter Blauer See

Figuren im Märchenpark Angermund

Das Farbspektakel ist - je nach Witterung - noch bis Ende Juni zu bewundern. "Aber auch danach gibt es noch viele andere Dinge zu entdecken," so Klaus Weinen, "sehr schön ist auch die Herbstfärbung. Das ist Erholung pur hier!" Dennoch fahre ich rund 12 km zu meiner nächsten Etappe des Tagesausflugs: zum Blauen See nach Ratingen. Der ehemalige Kalksteinbruch hat sich rund um einen See in ein naturnahes Erholungs- und Vergnügungsgebiet verwandelt: hier kann man zum Beispiel Bötchen fahren, Minigolf spielen oder das aktuelle Stück der Naturbühne anschauen, in diesem Jahr "Pippi Langstrumpf feiert Geburtstag". Wer dann noch Zeit und Lust hat, dem sei nebendran der Märchenzoo am Blauen See empfohlen: zwischen elf Märchenstationen leben schätzungsweise hundert Tiere, darunter zwei ziemlich betagte Affen, Pfauen, Hängebauchschweine, Esel, Ziegen, Meerschweinchen, ach ja, und Fritz, der rote Kater! Familienfreundlicher geht es kaum, Grimms Märchen ziehen die Kinder in ihren Bann, und sein Picknick darf man auch mitbringen.

Autorin: Stephanie Kowalewski
Redaktion: Marion Grob