Streifzüge durch Granada

Streifzüge durch Granada

Wer an die spanische Stadt Granada denkt, hat fast immer ein Motiv im Kopf - das rote Märchenschloß Alhambra vor den schneebedeckten Bergen der Sierra Nevada. Dabei hat die Stadt mit dem orientalischen Charme noch jede Menge anderes zu bieten.

Granatäpfel am Baum

Der Granatapfel, der neben den Orangen in vielen Gärten Granadas wächst, hat der Stadt seinen Namen geschenkt. Er steht für das Göttliche und die Farbe Rot. Die spielt in Granada eine wichtige Rolle. Ihre märchenhafte Palastanlage vor den Schnee bedeckten Bergen der Sierra Nevada heißt Alhambra, die "Rote".

Der Granatapfel, der neben den Orangen in vielen Gärten Granadas wächst, hat der Stadt seinen Namen geschenkt. Er steht für das Göttliche und die Farbe Rot. Die spielt in Granada eine wichtige Rolle. Ihre märchenhafte Palastanlage vor den Schnee bedeckten Bergen der Sierra Nevada heißt Alhambra, die "Rote".

Die Alhambra ist in Granada das Symbol des spanisch-islamischen Spaniens. Es war eine Stadt in der Stadt. Sie schwebt hoch über dem ehemaligen Goldfluss Darro und war der Sitz des Sultans und seines Hofstaats. Das UNESCO Weltkulturerbe ist berühmt für seine filigrane Architektur, die herrlichen Wasserspiele und üppigen Gartenanlagen.

Oberhalb der Alhambra liegt der Generalife, der Sommerpalast der nasridischen Sultane mit seinen prachtvollen Gärten. Ursprünglich war der "Garten des Gott Erkennenden" über einen überdachten Fußweg mit der Alhambra verknüpft.

Das alte maurische Viertel Albaicin liegt auf einem Hügel direkt gegenüber der Alhambra. Es ist eine typisch mittelalterliche, arabische Stadt. Die Häuser stehen dicht an dicht, in winzig kleinen Gassen, die sich in einem labyrinthischen Netz den Berg hinaufziehen. Mit Villen mit Innenhöfen, Brunnen und Grünanlagen, in denen Obst und Blumen wachsen.

Die Plaza Nueva liegt im Herzen Granadas. Der neue, von Cafés umstandene Platz trennt den Alhambra-Hügel vom maurisch geprägten Stadtviertel Albaicin. An der Calle Elvira, die auf den Platz mündet, gibt es viele Tapas Bars, in denen echt spanisches Leben tobt.

Die Calderería ist eine kleine, kopfsteingepflasterte Gasse. Von der Plaza Nueva kommend, biegt sie rechts von der Calle Elvira ab. Die Gasse erinnert mit ihren Teestuben und Souvenirläden an einen orientalischen Bazar. Sie ist der direkte Zugang zum Albaicin. Ihre Umwandlung fand in den 90ern statt, als sich hier mehr und mehr Menschen aus Marokko niederließen.

Die Iglesia de San Gregorio Bético ist Teil eines Nonnenstifts. In ihrer Geschichte wurde die Kirche unter anderem als Weinladen und Tanzsaal zweckentfremdet. Ja, sogar ein Bordell war hier mal, bevor die Nonnen wieder übernahmen. Links an ihr vorbei windet sich in langen Stufen die Cuesta de San Gregorio den Berg hinauf. 

Die Plaza Larga ist das Herz des Albaicin. Hier kennt jeder jeden. Morgens werden auf dem langen Markt Obst und Gemüse verkauft, nachmittags genießen vor allem Einheimische hier ihr Bier oder ihren Café con Leche. Den besten der Stadt übrigens. Herrlich duftend, goldgelb und cremig steht er im Glas.

Am sonnenbeschienenen, trockenen Südhang des Paradiestals klebt das Gitano-Viertel Sacromonte mit seinen berühmten Höhlenhäusern. Abends und nachts lebt das Viertel auf. Über die einzige Autostraße zum Sacromonte kommen Touristen in Bussen aus aller Welt, um "echten" Flamenco zu erleben. Wirklich authentisch ist der allerdings nicht mehr.

Granada zieht Weltenbummler und Aussteiger an, die mit Vorliebe oberhalb der Höhlenhäuser in schlichten, in den Fels gehauenen Höhlen wohnen. Es ist oft nicht mehr als ein simples Dach über dem Kopf. Dafür ist es kostenlos.

Stand: 30.11.2018, 16:44 Uhr