Start-up Foodtracks: Was bisher geschah (2019)

Start-up Foodtracks: Was bisher geschah (2019)

Von Katja Scherer

Mit einer speziellen Software will das Münsteraner Start-up Foodtracks Bäckereien bei der Einkaufsplanung helfen.

Januar 2019

Nach einer Hängepartie im vergangenen Jahr sind die Gründer nun wieder sehr motiviert. Rund zehn Bäckereien haben sie mit ihrer neuen Softwarelösung nun schon überzeugt. Bis Ende des Jahres sollen es mindestens doppelt so viele sein.

Februar 2019

Für die Gründer gibt es eine schöne Überraschung: Ihr Unternehmen zählt beim nationalen Wettbewerb "Zu gut für die Tonne" zu den Finalisten. Im Rahmen des Wettbewerbs zeichnet das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft jährlich Projekte und Firmen aus, die sich gegen Lebensmittelverschwendung einsetzen.

März 2019

Der März verläuft ruhig, die Gründer kümmern sich um das Tagesgeschäft.

April 2019

Die Gründer gewinnen den Förderpreis „Zu gut für die Tonne“ und damit 5.000 Euro Preisgeld. Das Geld wollen sie fürs Marketing nutzen. Überhaupt bringt der Preis ihnen viel Lob ein und zwei weitere Kunden. 

Mai 2019

Auch nachdem die Gründer ihr Produkt neu ausgerichtet haben, kämpfen sie mit einem ihnen bereits bekannten Problem: Viele Bäckereien interessieren sich zwar stark für ihr Produkt, brauchen dann aber Monate oder sogar Jahre Bedenkzeit um sich zu einem Vertragsabschluss durchzuringen. Zeit, die ein Startup aber nicht hat.

Juni 2019

Die Sommerurlaubszeit erschwert den Vertrieb zusätzlich. Die gute Nachricht: Die Gründer haben eine Vertriebspartnerschaft mit dem Backwarenhersteller Martin Braun abgeschlossen, der seine Kunden nun auf Foodtracks hinweist. Das Startup hofft, dass Bäcker ihnen so mehr vertrauen.

Juli 2019

Große Erleichterung: Endlich macht der Vertrieb Fortschritte. Das liegt sowohl am neuen Kooperationspartner als auch an der intensiven Vertriebsarbeit der Gründer im ersten Halbjahr. Rund fünf Bäckereien haben inzwischen sogar einen Jahresvertrag mit Foodtracks unterzeichnet und sorgen damit für verlässliche Einnahmen. Die Jahresziele, die eigentlich schon unerreichbar schienen, werden nun wieder greifbar.

August 2019

Die Gründer haben einen neuen Vertriebsmitarbeiter eingestellt. Außerdem bereiten sie sich aktuell intensiv auf die Messe südback Mitte September vor – eine zentrale Veranstaltung für die Bäckerei-Branche. Pfaff und Aramaz präsentieren sich dort gemeinsam mit ihrem neuen Vertriebspartner, der Martin Braun KG, und werden auch die Kooperation nochmal offiziell bekannt geben.

September 2019

Foodtracks habe bei der südback gleich mehrere Dutzend neue Bäckereien kennengelernt, sagt Gründer Tobias Pfaff. Nun werden sie diese Bäckereien nochmal vor Ort besuchen, um ihnen ihr Produkt genauer vorzustellen. Das Startup hat nun auch Kunden in Sachsen und Süddeutschland – die Bekanntheit wächst also.

Oktober 2019

Das Team gibt eine große Veränderung bekannt: Mitgründer Eyüp Aramaz hat Foodtracks verlassen, um wieder mehr im Bereich Online-Marketing tätig zu werden. Der Wechsel an der Spitze sei gut gelungen, sagt der verbliebene Gründer Tobias Pfaff. Neuer Co-Geschäftsführer ist Michael Prinzhorn, den Pfaff seit über 15 Jahren aus dem Studium kennt – „eine ideale Lösung“, sagt er.

November 2019

Nach dem Wechsel im Team kehrt nun wieder Alltag ein. Das Startup hat zuletzt mehrere neue Bäckereien als weitere Kunden gewinnen können.

Dezember 2019

Nachdem das Start-up sein Geschäft im vergangenen Jahr strategisch neu ausrichten musste, hat es 2019 deutliche Fortschritte gemacht. Insgesamt sei die Software nun bundesweit bei rund 700 Bäckereifilialen im Einsatz, sagt Pfaff – etwa sechsmal mehr als noch Anfang des Jahres.

Stand: 03.06.2019, 15:42