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Osterurlaub auf der Kippe

Familie mit Fahrrädern im Urlaub

Osterurlaub auf der Kippe

Von Ute Schyns

Welche Reisen an Ostern möglich sind, ist zurzeit schwer abzusehen. Denn über die innerdeutschen Urlaubsmöglichkeiten wollen Bund und Länder erst am 22. März entscheiden. Urlaub im Ausland ist aber mit Einschränkungen jetzt schon möglich.

Urlaubswillige werden voraussichtlich erst am 22. März erfahren, ob das Beherbergungsverbot für touristische Übernachtungen in Deutschland aufgehoben wird. Nach den derzeitigen Plänen dürfen Hotels, Ferienhäuser und Campingplätze mindestens noch bis zum 28. März keine Touristen aufnehmen.

Stornierungsmöglichkeiten klären

Wer trotz der Unsicherheiten einen Osterurlaub an der deutschen Nordsee buchen möchte, sollte vorher mit Vermieter oder Hotelier die Stornierungsbedingungen genau absprechen. „Nach deutschem Recht gilt: Wenn ich eine Osterreise gebucht habe und am Ziel gilt dann ein Beherbergungsverbot, ist das völlig unproblematisch. Der Reisende muss sein Geld zurückbekommen“, erklärt Rechtsanwalt Arndt Kempgens.

Urlaub im Ausland mit Risiken und Auflagen

Die meisten Länder und Regionen im Ausland sind als Corona-Risikogebiet eingestuft, einige wegen der hohen Infektionszahlen sogar als Hochinzidenzgebiet oder, weil sich ansteckendere Varianten des Corona-Virus ausbreiten, als Virus-Variantengebiet. Die Liste mit den Einstufungen wird vom Robert-Koch-Institut regelmäßig aktualisiert.

Verboten sind Reisen in Risikogebiete zwar nicht – doch das Auswärtige Amt (AA) warnt davor und hat zu allen Regionen detaillierte Reise- und Sicherheitshinweise verfasst. Sie sind zum Beispiel in der App „Sicher Reisen“ übersichtlich aufbereitet.

Urlaub oft nur mit Tests und/oder Quarantäne

In viele Länder wie zum Beispiel Spanien, Griechenland, Italien und Österreich können Urlauber zurzeit nur mit einem negativen Corona-Test einreisen. In Italien und Österreich reicht auch ein Antigen-Schnelltest. In Griechenland werden Reisende anschließend zusätzlich noch zu einer Woche Quarantäne verdonnert. In Österreich sind es zehn Tage, aber mit der Möglichkeit, sich am fünften Tag per Negativtest davon zu befreien.

Die Grenzen zu den Niederlanden sind weiter offen. Doch die niederländische Regierung rät von Reisen ab. Wer trotzdem kommt, muss zehn Tage in Quarantäne. Die lässt sich erst am fünften Tag mit einem negativen Corona-Test verkürzen. Kleiner Trost: Urlauber dürfen die Quarantäne auch in der Ferienunterkunft verbringen.

Auch nach dem Rückflug droht die Quarantäne

Wer „nur“ aus einem Risikogebiet nach zurückreist, kann in NRW eine zehntägige Quarantäne vermeiden. Voraussetzung ist ein negativer Corona-Test, der nicht mehr als 48 Stunden vor Rückreise gemacht wurde oder unmittelbar danach.

Wer in einem Virusvariantengebiet unterwegs war, braucht den frischen negativen Corona-Test bei der Rückreise auch. Zusätzlich verlangt NRW aber eine zweiwöchige Quarantäne, die sich auch nicht verkürzen lässt. Wichtig: Vor Rückkehr aus einem Risikogebiet müssen Urlauber eine digitale Einreisemeldung ausfüllen.

Stand: 09.03.2021, 17:16