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Würden Sie sich gerne selbst optimieren?

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Würden Sie sich gerne selbst optimieren?

Enhancement, also Selbstoptimierung, ist umstritten. Dabei scheinen die Möglichkeiten dazu mittlerweile nahezu unbegrenzt. Welche Art von Selbstoptimierung macht Sinn, welche nicht?

Viele schauen deshalb skeptisch auf die Möglichkeiten, das Selbst zu verbessern, weil sie dahinter so etwas wie eine Abkehr vom Naturgegebenen wittern – bis hin zum Extremfall des Transhumanismus, der von einer Überwindung des allzu Menschlichen träumt. Hinzu kommt eine Verbindung zur Eugenik, die skeptisch stimmt. Genauer betrachtet, hat die Selbstoptimierung allerdings so viele verschiedene Facetten, dass erst einmal geklärt werden muss, welche Art von Verbesserung überjaupt gemeint ist, wenn man davon spricht. Das reicht vom körperlichen Fithalten über Schönheitsoperationen über Eingriffe zur Lebenszeitverlängerung über den Wunsch der Optimierung von Gehirnfunktionen bis hin zu möglichen genetischen Eingriffen. Was ist unter welchen Umständen gut, was nicht? Häufig geben in Sachen Selbstoptimierung die Skeptiker den Ton an, aber es gibt seit der Renaissancezeit auch dezidierte Befürworter, die von der Verbesserung des Menschen träumen. Zu Ihnen zählt sich auch der Philosoph und Kraftsportler Jörg Scheller. Er fordert ein neues Verständnis der Selbstoptimierung: "Sie ist ein lebensbejahender, lustvoller und potenziell subversiver Prozess, der viel Raum für Freiheit lässt. Sie zeugt von Stolz wie von Demut: Ich bin es wert, optimiert zu werden, weil ich nicht optimal bin."

Was geht in Sachen Optimierung des Selbst – und was nicht? Wie halten Sie es mit der Selbstverbesserung?

Hörer können mitdiskutieren unter 0800 5678 555 oder per Mail unter philo@wdr.de.

Sinnvoll? - Selbstoptimierung

WDR 5 Das philosophische Radio 29.03.2019 56:02 Min. Verfügbar bis 28.03.2020 WDR 5

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Redaktion: Theo Dierkes / Gundi Große

Literaturhinweis:
Jörg Scheller: "No Sports! Zur Ästhetik des Bodybuildings."
Franz Steiner Verlag, 2010.

Stand: 29.03.2019, 20:04