Michel Friedman und Wolfram Eilenberger auf der phil.cologne

Wie erleben Sie Ihre Freiheit?

Die Freiheit und das Recht auf Selbstbestimmung ist zentrales Thema des Existenzialismus, doch kann und darf der Mensch alleine durchs Leben ziehen? Über die Grenzen der Freiheit diskutierten auf der diesjährigen phil.cologne Michel Friedman und Wolfram Eilenberger.

Jean-Paul Sartre

Philosoph Jean-Paul Sartre

„Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt“ ist wohl einer der bekanntesten Sätze des Philosophen und Existenzialisten Jean-Paul Sartre, der als prägender Intellektueller der europäischen Nachkriegszeit mit seiner Frau Simone de Beauvoir das Denken vieler Menschen nachhaltig beeinflusste. Einer von ihnen war Michel Friedman, promovierter Philosoph und Jurist, sowie Publizist und Moderator. Er erzählt Moderator und Philosoph Wolfram Eilenberger aus seiner Kindheit und wie er über Simone de Beauvoir schließlich zu Sartre kam.

Gemeinsam unternehmen Friedman und Eilenberger einen Streifzug durch die Schlüsselfragen unserer Gegenwart: Inwiefern sind wir zur Freiheit verurteilt? Wo endet persönliche Verantwortung, wo beginnt sie? Und welche Bedeutung hat dabei die Existenz anderer?

Ob Willensfreiheit oder globale Verantwortung, Authentizitätsfetisch, Genderdiskurs oder die Rolle des Intellektuellen in der Öffentlichkeit – seit Sartre und Beauvoir haben sich die Koordinaten unserer Kultur wesentlich verschoben. Und damit auch die des engagierten Philosophierens: Kann man heute überhaupt noch Existenzialist oder Existenzialistin sein? Und wenn nicht, wie sähe es dann zukünftig aus, ein wahrhaft selbstbestimmtes Leben in einer Welt von zehn Milliarden Menschen?

Redaktion: Gundi Große