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"Meine Preise" von Thomas Bernhard

Hörbuchcover: "Meine Preise" von Thomas Bernhard

"Meine Preise" von Thomas Bernhard

Aus dem Nachlass stammen die literarisch köstlichen Anekdoten, die der schon sterbende Grantler über seine zahlreichen Preise schrieb und womit er gnadenlos über den deutsch-österreichischen Literaturbetrieb herzog. Für Ohrclip – Der Literaturabend liest niemand Geringeres als Bernhards Freund, der Theatermacher Claus Peymann.

"Preise sind überhaupt keine Ehre, die Ehre ist eine Perversität, auf der ganzen Welt gibt es keine Ehre." So weit die allzu bekannte Übertreibungskunst des Autors, die den oft wider Willen gekürten Thomas Bernhard auszeichnete. Doch was er jenseits seiner Tiraden auf den Literaturbetrieb "voller Idioten" an Randepisoden in "Meine Preise" schildert, ist sowohl autobiographisch aufschlussreich als auch literarisch höchst unterhaltsam.

Kaum jemand kannte Thomas Bernhard so gut wie der ehemalige Intendant des Wiener Burgtheaters Claus Peymann. Er selbst ein streitbarer Charakter, verkörpert Bernhards Texte brillant und leiht dem Freund seine Stimme für einen polemischen Blick hinter die Kulissen.

Bearbeitung: Maria Franziska Schüller
Redaktion: Sefa Inci Suvak

Literaturangaben:
Thomas Bernhard: Meine Preise
Gelesen von Claus Peymann
tacheles! ROOF Music, 3 CDs, 20 Euro

Buchausgabe erschienen bei suhrkamp taschenbuch, 142 Euro, 8 Euro

Stand: 05.09.2019, 10:11