"Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte" von Martin Walser

Hörbuchcover: "Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte" von Martin Walser

"Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte" von Martin Walser

Bis ins hohe Alter hat Martin Walser ein Thema in immer neuen Varianten ausgelotet, und reflektiert es auch in den Briefen an eine Unbekannte: die Liebe im Konfliktfeld von bürgerlicher Ehe, erotischem Begehren und Verführung.

Justus Mall nennt sich Walsers Briefeschreiber in dem kurzen Roman; er ist verheiratet, hat eine Geliebte, und ein Problem, seit er in der Pause einer Opernaufführung an der Bar einer Frau an den Schenkel gefasst hat. Ein Skandal, der ihn seine Stelle als Oberregierungsrat gekostet hat. Also schreibt er sich seine Kränkung und seine Wut von der Seele und richtet die Briefe an das imaginäre Idealbild einer Frau, die Verständnis für erotische Eskapaden hat. Martin Walser liest den Roman "Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebte" selbst, als einen politisch höchst unkorrekten, ironischen Kommentar zu Sexismus und Geschlechter-Debatten.

Bearbeitung: Cornelia Müller
Redaktion: Michael Kohtes

Literaturangaben:
Martin Walser: Gar alles oder Briefe an eine unbekannte Geliebt
Autorenlesung
Argon Verlag, 3 CDs, 213 Minuten Laufzeit, 19,95 Euro

Buchausgabe erschienen beim Rowohlt Verlag, 107 Seiten, 18 Euro

Stand: 18.10.2019, 16:15