"Frühe Erzählungen" von Heinrich Böll

Hörbuchcover: "Frühe Erzähungen" von Heinrich Böll

"Frühe Erzählungen" von Heinrich Böll

Es waren die "Scheiß Soldatenjahre", die Bölls literarisches Schaffen prägten. Seine "Frühen Erzählungen" handeln von traumatischen Kriegserfahrungen, dem Überlebenskampf in der Nachkriegszeit und der Geschäftskälte des Wiederaufbaus.

Der spätere Nobelpreispreisträger war 21 Jahre alt, als er statt wie geplant Germanistik zu studieren zur Wehrmacht eingezogen wurde. Was er als Soldat erlebte, sollte ihn als Schriftsteller nie wieder loslassen. Seine "Trümmerliteratur" richtet den Blick auf den Wahnsinn des Krieges, auf Zerstörung, Hunger und Ungerechtigkeit.

Zumal in seinem Frühwerk erweist sich Böll als Meister der kurzen Form, gekennzeichnet durch einen schonungslosen Realismus, atmosphärische Verdichtung und durch eine Gesellschaftskritik, die sich mitunter wie von heute liest. Dabei wäre Böll nicht Böll, wenn seine Erzählungen nicht immer auch den rheinischen Humoristen verrieten.

Ohrclip – Der Literaturabend präsentiert eine Auswahl eher unbekannter "Frühen Erzählungen", meisterhaft gelesen von Matthias Ponnier.

Bearbeitung: Maria Franziska Schüller
Redaktion: Michael Kohtes

Hörbuchangaben:
Heinrich Böll: Frühe Erzählungen
Gekürzte Lesung mit Matthias Ponnier
Der Audio Verlag, 9 Std. und 56 Minuten Laufzeit, 10 Euro

Buchvorlage erschienen bei Kiepenheuer & Witsch

Stand: 11.09.2020, 17:22