"Ein Lied für die Vermissten" von Pierre Jarawan

"Ein Lied für die Vermissten" von Pierre Jarawan

Amin hat die Jahre des Bürgerkriegs im Libanon mit seiner Großmutter in Deutschland verbracht. Mit 13 Jahren kehrt er nach Beirut zurück, in eine zerstörte Stadt, in der niemand über die Kriegsverbrechen und die zahllosen Vermissten sprechen will.

Während die Großmutter mit der Einrichtung eines Cafés beschäftigt ist, durchstreift Amin mit seinem Freund Jafar die Ruinen und beobachtet den Wiederaufbau; aber auch Jafar verdrängt die Erinnerungen und erzählt lieber fantastische Geschichten. Zunehmend verzweifelt versucht Amin, die Geschichte des Landes zu verstehen, und hinter das zu kommen, was seine Großmutter vor ihm verbergen will. Was ist in Wahrheit mit seinen Eltern passiert? Was bedeuten die Bilder, die seine Großmutter gemalt hat, und derentwegen sie drangsaliert wird?

Pierre Jarawan, geboren 1985, ist das Kind eines libanesischen Vaters und einer deutschen Mutter, geboren im Exil in Jordanien. Er erzählt die Geschichte aus der Perspektive des erwachsenen Amin, der seine Erinnerungen wie in einem Puzzle ordnet und zusammensetzt, unchronologisch, assoziativ und fragmentarisch.

Bearbeitung: Cornelia Müller
Redaktion: Ruth Dickhoven / Michael Reinartz

Hörbuchangaben:
Pierre Jarawan: Ein Lied für die Vermissten
Ungekürzte Lesung des Autors
Steinbach Sprechende Bücher, 2mp3 CDs, 869 Minuten Laufzeit, 22 Euro

Buchvorlage erschienen beim Berlin Verlag, 464 Seiten, 22 Euro

Stand: 29.08.2020, 12:49