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"Deutschstunde" von Siegfried Lenz

Hörbuchcover: "Deutschstunde" von Siegfried Lenz

"Deutschstunde" von Siegfried Lenz

Als Siegfried Lenz am 07. Oktober 2014 in Hamburg verstarb, verlor die Bundesrepublik Deutschland einen herausragenden Schriftsteller. Der epochale Roman "Deutschstunde" erschien 1968 und wurde zu seinem bekanntesten Werk

"Deutschstunde" ist aus der Perspektive eines jungen Mannes geschrieben, der 1954 Insasse einer Jugendstrafanstalt bei Hamburg ist. Dieser junge Mann, Siggi Jepsen,  soll eine Strafarbeit schreiben, die ihm die Gefängnisleitung aufgegeben hat. Das Thema lautet "Die Freuden der Pflicht".

Siggi Jepsen nimmt die Gelegenheit wahr, sich im Rückblick mit seinem Vater auseinanderzusetzen, der ein überzeugter Nationalsozialist war. Er schreibt Erinnerungen auf, die sich auf Ereignisse in den Jahren 1943-45 beziehen, als sein Vater Dorfpolizist in dem fiktiven Ort Rugbüll bei Glüserup war. Damals hatte Siggis Vater ein Malverbot gegen den im Dorf lebenden Maler Max Ludwig Nansen und die Beschlagnahmung seiner Bilder durchgesetzt. Der Vater hatte sich dem Sohn gegenüber derzeit und auch nach 1945 darauf berufen, nur seine Pflicht getan zu haben. Als Siggis Vater den Maler auch nach Kriegsende weiter verfolgt, versucht Siggi Jepsen den Maler zu schützen und entwendet ein Bild aus einer Ausstellung von Max Ludwig Nansen…

Bearbeitung: Matthias Ehlers
Redaktion: Michael Reinartz

Literaturangaben:
Siegfried Lenz: Deutschstunde
Autorenlesung
Hoffmann und Campe, 2 CDs, 1160 Minuten Laufzeit, 19,99 Euro

Buchausgabe erschienen bei Hoffmann und Campe, 760 Seiten, 48 Euro

Stand: 27.09.2019, 12:03