Geschichte(n) der Zoo-Architektur

Die 24 Jahre alte Eisbärin "Senja" in ihrem Gehege im Leipziger Zoo

Geschichte(n) der Zoo-Architektur

Das wilde Tier fasziniert. Und die Anfänge der Zoohaltung finden sich schon im alten Ägypten. Die Gehege und Bauten, in denen die Tiere leben, spiegeln immer auch den aktuellen Stand der menschlichen Gesellschaft.

Zoo-Architektur ist schon lange kein Randaspekt mehr, wenn es darum geht, Tiere wegzusperren. Heute bietet der moderne Tierpark seinen Besuchern eine Erlebniswelt der besonderen Art, und die Tiere leben in Unterbringungen, die möglichst artgerecht und auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Zu kleine Gehege, hospitalistisch an Gitterstäben hin- und herlaufende Raubkatzen oder traurig wirkende Eisbären auf kahlen Betonböden schrecken den modernen Besucher ab, anstatt ihn anzulocken. Und das kann sich inzwischen kein Zoo mehr leisten. Im Gegenteil, das Eintauchen in exotische Gefilde ist gefragt, ein Tag Erholung in einer tierischen Erlebniswelt – das lockt Gäste an. Knapp 700 Zoos gibt es in Deutschland, mit über 65 Millionen Besuchern im Jahr. Und die Zoos arbeiten heute in einem Spannungsfeld aus Bildungsauftrag, Event-Charakter, Artenschutz, wirtschaftlichem Kalkül und Denkmalpflege. Denn die Bauten so mancher Zoos sind preisgekrönte, architektonische Schätze.

Der historische Wandel des Verhältnisses von Mensch, Tier und Architektur ist Andi Ueding einen genaueren Blick wert.

Geschichte(n) der Zoo-Architektur

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 29.05.2018 | 20:03 Min.

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Autorin: Andi Ueding
Redaktion: Gundi Große