Winzer im Alentejo

Winzer im Alentejo

Dorina Lindemann packt 1993 ihr Auto und zieht nach dem Weinbaustudium nach Portugal. Trotz aller Widerstände in der seinerzeit noch patriachalisch geprägten Gesellschaft zählt ihr Weingut heute zu den etablierten im Alentejo.

Weinberge, wohin man schaut. Dorina Lindemann lebt vor den Toren der Kleinstadt Montemor-o-Novo, umgeben von Hügeln und Reben.

Weinberge, wohin man schaut. Dorina Lindemann lebt vor den Toren der Kleinstadt Montemor-o-Novo, umgeben von Hügeln und Reben.

Der Aufbau des Weinguts war für Dorina Lindemann nicht immer einfach. "Das war hier so ein kleines, eigenbrötlerisches Machovolk, wo der Mann hier noch über die Frau geherrscht hat", erzählt sie. Hier mit ihrer Tochter Luísa bei der Arbeit im Weinkeller der Quinta da Plansel in Montemor-o-Novo im Alentejo.

Die Arbeit ist mühsam. Elisabete Santos (rechts) und ihre Kollegin bei der Weinlese am frühen Morgen. Acht Stunden verbringen sie dort – Rückenschmerzen vorprogrammiert.

Die Trauben der Rebsorte "Touriga Nacional" reifen besonders gut im Alentejo. Dorina Lindemanns Vater hatte einst Rebsorten gezüchtet und veredelt.

Zur Weinlese helfen alle mit. Manoel Coelho (blaues Shirt) und seine Kollegen bringen die gelesenen Trauben in den Weinkeller.

Kellermeister Carlos Ramos bei der sogenannten Remontage. Darunter versteht man das Umpumpen der gärenden Maische, um möglichst viele Farb- und Geschmacksstoffe zu extrahieren.

Carlos Ramos leert den Maischegärer, der zur Produktion von Rotwein benutzt wird.

Immer wieder gibt es Probleme: Hier streikt ein sogenannter Vollernter, der die Trauben maschinell liest. Die Zeit drängt. Die Trauben müssen noch an diesem Tag geerntet werden. Damit die Verarbeitung beginnen kann.

Eine willkommene Unterbrechung der harten Arbeit. Mitarbeiter, Familie und Gäste finden sich zum gemeinsamen Essen in der Lagerhalle des Weinguts ein.

Stand: 01.10.2019, 15:24 Uhr