Die Weidengasse - eine Kölner Straße im Wandel

Metzger in der Weidengasse Köln.

Die Weidengasse - eine Kölner Straße im Wandel

Straßen, in denen viele türkische Geschäfte und Büros versammelt sind, prägen so manches Viertel in NRW-Großstädten. Die Weidengasse in Köln ist so ein Beispiel - aber es war ein längerer Weg dahin.

Gentrifizierung ist ein Schlagwort, mit dem der Wandel von Stadtvierteln von Soziologen und Stadtplanern qualifiziert wird. Meist ist damit gemeint, dass ehemalige Arbeiterviertel zu äußerst gefragten Wohnbereichen umgewandelt wurden, die angestammte Bevölkerung die nach Sanierung der Gebäude erheblich höheren Mieten nicht mehr zahlen können und die Viertel sich, was ihre Einwohner angeht, stark verändern.

Messergeschäft auf der Weidengasse in Köln.

Bei der Weidengasse in Köln verhält es sich anders. Eine alte Straße, nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt, mit Geschäften im Erdgeschoss und Wohnungen in den darüber liegenden Stockwerken. Dann begann sich in den 60er und 70er Jahren die Struktur der Geschäfte zu ändern: Gastarbeiter übernahmen Lokale, ihnen folgten in den 70er und 80er Jahre insbesondere Türken - und so mutierte die "alte" Weidengasse zu einer heute von Türkisch-Stämmigen beherrschten Straße, in der es deutsche Geschäfte kaum noch gibt. Sie sind an einer Hand abzuzählen. Wie sich dieser Wandel vollzog, wer auszog und wer einzog, wie deren Verhältnis zu einander ist, darüber hat sich Ingo Zander in einer zweijährigen Beobachtung informiert.

Autor: Ingo Zander
Redaktion: Mark vom Hofe

Die Weidengasse - eine Kölner Straße im Wandel

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 16.05.2018 | 21:35 Min.

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