Bürgerbegehren gegen Shopping-Mall

Empfehlungskommission bei der Abstimmung

Bürgerbegehren gegen Shopping-Mall

Stadtenwicklung soll von Menschen ausgehen. Nicht von Investoren. Das findet eine Bonner Bürgerinitiative und stoppt das Vorhaben eines Investors, das Viktoriaviertel in Bonn großflächig mit einer Shopping-Mall zu überbauen.

Das Viktoriaviertel in Bonn ist bunt. Es besteht aus kleinen Läden, Kneipen, Studentencafés und Wohnraum für reiche und arme Menschen. In den letzten Jahren haben viele Bürger das Viertel in ihr Herz geschlossen. Sie mögen den alternativen Flair und die kleinen inhabergeführten Geschäfte. Damit soll jetzt Schluss sein. Die Stadt verkauft ihre Grundstücke in dem Viertel an einen österreichischen Investor. Der will das Viertel großflächig mit einem Einkaufszentrum überbauen.

Die Bürger sind wütend. Ein Bürgerbegehren mit über 18000 Unterschriften zwingt den Stadtrat, seine Entscheidung zurückzunehmen. Eine Bürgerwerkstatt wird eingerichtet. Jetzt sollen die Bürger mitentscheiden dürfen, was mit dem Viertel passieren soll.

Sie haben Ideen und sie stellen Fragen: Wer soll die Stadt gestalten dürfen? Zerstört Investorenarchitektur das Stadtbild oder ist es eine Bereicherung? Welche Folgen hat die Privatisierung von städtischen Grundstücken und wie soll Bonn in 20 Jahren aussehen?

Autor: Stephan Kern
Redaktion: Beate Wolff

Bürgerbegehren gegen Shopping-Mall

WDR 5 Neugier genügt - das Feature | 25.10.2017 | 20:18 Min.

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