Wenn die Erde Feuer spuckt

Der Stromboli-Vulkan auf Sizilien spuckt Lava aus

Wenn die Erde Feuer spuckt

Im Mai brach auf Hawaii der Kilauea aus, seit Anfang Juni ist der Fuego in Guatemala aktiv. Braut sich da im Erdinnern etwas zusammen? Der Münchner Vulkanologe Ulrich Küppers sieht keinen Zusammenhang.

Porträtfoto Ulrich Küppers

Von rund 1.500 "aktiven" Vulkanen weltweit gehen Wissenschaftler aus. "Aktiv" sind nach ihrer Definition die Feuerberge, die in den vergangenen 10.000 Jahren einen oder mehrere Ausbrüche erlebt haben. Die Frage nach den Auslösern für eine Eruption stellt die Wissenschaft immer noch vor ein Rätsel. Der letzte Vulkanausbruch in der Eifel etwa liegt gut 12.000 Jahre zurück. Und derzeit deutet nichts auf neuerliche Aktivitäten hin. Aber irgendwann, davon ist Ulrich Küppers überzeugt, wird auch dort die Erde wieder zu brodeln beginnen.

Nach einem Vulkanausbruch auf Hawaii steigt eine riesige Aschewolke in die Luft

Für den Vulkanologen ist jede Eruption eine große Chance, um daraus Rückschlüsse auf die Aktivitäten im Innern der Erde zu ziehen. Viele Vulkane werden heute durch ein intensives Monitoring beobachtet, um drohende Ausbrüche abschätzen und mögliche Katastrophen verhindern zu können. Das allerdings gelingt nicht immer, wie die jüngsten Beispiele auf Hawaii und in Guatemala zeigen. "Unsere Erde ist ein lebendiger Planet", sagt Ulrich Küppers. "Er lässt sich auch mit hoch qualifizierten Methoden nur begrenzt in die Karten schauen."

Redaktion: Heiko Hillebrand

Wenn die Erde Feuer spuckt - Ulrich Küppers

WDR 5 Neugier genügt - Redezeit | 25.06.2018 | 25:02 Min.

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