SUV – Zwischen Hass und Hype

SUV – Zwischen Hass und Hype

Kein Auto lässt die Emotionen so hoch kochen wie der SUV. Familienfahrzeug oder Statussymbol? Klimakiller oder Privatpanzer? Was steckt wirklich hinter den vielen Vorwürfen und Vorurteilen?

Kathrin Schröter und Katja Garmasch vor einem SUV

Die Autorinnen neben einem SUV (klein mit Hut). Zu groß für die Stadt, zu schwer für die Umwelt, zu gefährlich für die Fußgänger*innen? Oder einfach "schön protzig"?

Die Autorinnen neben einem SUV (klein mit Hut). Zu groß für die Stadt, zu schwer für die Umwelt, zu gefährlich für die Fußgänger*innen? Oder einfach "schön protzig"?

Düsseldorf war 2019 die SUV-Hauptstadt von Deutschland: Über 36.000 dieser Fahrzeuge waren hier gemeldet.

Autorin Katja Garmasch ist keine Autofreundin. Nach der Probefahrt mit einem Luxus-SUV ist sie sich aber gar nicht mehr so sicher.

Für viele Menschen ist ein SUV ein Statussymbol, das bedeutet: Ich hab's geschafft. Ein blechgewordener Pelzmantel von heute. Dieser golden folierte BMW wurde 2019 von der Polizei aus dem Verkehr gezogen. Er hat zu stark geblendet.

Der Kampf um die SUVs ist auch ein Generationenkonflikt. Klimastreikende Schüler*innen hassen ihn, während einige ihrer Eltern sie wohl am liebsten in einem SUV zur Schule bringen würden.

"Schade, dass Sie SUV fahren", haben Klimaaktivist*innen im September 2019 am Haupteingang der Internationalen Automobil-Ausstellung an eine Scheibe geklebt.

Auch beim Parken ensteht Unbill zwischen Fußgänger*innen und SUV-Fahrer*innen. Hier blockiert ein SUV von Mercedes in Köln zwei Drittel des Bürgersteigs.

Nicht nur deutsche Autobauer produzieren regelrechte Schiffe. Hierzulande fahren auch chinesische Fabrikate wie dieser Baic B40.

Stand: 03.02.2020, 15:51 Uhr